Sonntag, 29. April 2012

This Ain't California - aber in Linz beginnZ ;)

Zum Abschluss des Festivals noch ein versöhnlicher Feel-Good-Movie - You Instead - über ein unfreiwilliges (mit Handschellen aneinandergekettetes) Pärchen aus zwei sehr ungleichen Brit-Rock-Stars. Der Saal ist mehr als voll - und das an diesem erneut wunderschönen, 30 Grad warmen Nachmittag. Der Film bietet einen klassischen Spannungsaufbau, mit Tiefschlägen, lustigen Nebenrollen und einem fulminanten Happy-End-Finale - und muss damit als Exot auf diesem Festival betrachtet werden. Passt jedoch sehr schön in die Linie (Nische?) erfrischender britischer Youngster-Unterhaltungsfilme an diesem Festival (Paradebeispiel "Unmade Beds", der hier 2009 lief und von dem ich noch heute schwärme), die es hierzulande leider fast nie in die Kinos schaffen - am Crossing Europe jedoch die Säle (über)füllen.

This ain't California!

This-aint-California

Ein Film von dem wir noch viel hören werden - und das völlig zurecht - ist die DDR-Skater-Doku This Ain't California. Im Gegensatz zu vielen anderen Dokus - ich vertraue hier auf madita mals einschätzung, da ich selbst dokus zugunsten der spielfilme eher gemieden habe - bemüht sich der Film (erfolgreich) einen für das Publikum interessanten roten Faden aufzurollen, entlang dessen wir in die Alltagsrealität Jugendlicher in der DDR eintauchen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei immer auf dem Skaten (wer damit angefangen hat, wie es sich verbreitet hat, etc.), wovon ausgehend auch damit zusammenhängende persönliche, soziale, gesellschaftliche und politische Aspekte beleuchtet werden, jedoch nie mehr, als es zum Verständnis der Skate-Entwicklung in der DDR oder zur Nachvollziehbarkeit des Lebensweges der Hauptfigur - der 2011 verstorbene, in der damaligen DDR offenbar allen Skatern bekannte Dennis "Panik" Paracek - notwendig ist. So erfahren wir auch, dass die Stasi die sich entwickelnde Szene detailliert beobachtet hat, Briefe zwischen West und Ost mitgelesen hat (wie ein damaliger Stasi-Mitarbeiter den Filmemachern ganz offen in Interviews erzählt) - was "Panik", ein Exzentriker, der vor dem Leistungsdruck seines Vaters und Schwimmlehrers in die Freiheit des Skatens (und randalierens) geflohen ist, eines Tages auch zum Verhängnis wurde.

Die Skater von damals trafen sich nach Denis' Tod im Afghanistan-Krieg (dass er jemals Soldat werden würde war das letzte was jemand von ihm gedacht hätte, als sich nach dem Mauerfall die Spuren der "Crew" von damals teilweise verloren) wieder, um an den Schauplätzen ihrer Kindheit in Erinnerungen zu wühlen - die von dem Filmemachern mit Original-Bild- und Videomaterial von damals veranschaulicht werden. Massenhaft "Homevideo"-Material der Kids, aber auch Agenturberichte und offizielle DDR-Nachrichtensendungen wurde hierfür herangezogen. [Nachtrag 4.5.: Wobei auch Szenen nachgespielt werden, die für den Zuseher/die Zuseherin authentisch wirken (sollen) - eine nicht unwesentliche Kritik am Film: Inszenierte Authentizität]

Alles in allem eine sehr lebendige, aufregende, sehenswerte Doku, die so manche Ost-Klischees zerstören könnte. Im August (2012) soll der Film regulär in einigen österreichischen Kinos anlaufen!

Nightline

Ganz verschämt stehen die Mühlviertler Bauernbuam neben der Tanzfläche und beobachten das ekstatische Treiben eines bunt gemischtes Partyvölkchens aus jungen Filmschaffenden, KunststudentInnen und TänzerInnen der alternativen wie kommerziellen Linzer Partyszene zum House-Set von DJane "Virgin Helena" aus Kroatien

Man könnte das als Plädoyer für eine weiterhin offene Türpolitik interpretieren - denn es ist selten, dass auf Partys so viele verschiedene Milieus aufeinandertreffen, und auch wenn vielleicht viele (man kann nur mutmaßen) keinen Film am Festival gesehen haben, vielleicht lassen sie sich ja durch die positive Atmosphäre am Mediendeck anstecken und tragen die Kunde vom Filmfestival in der großen Stadt weiter hinaus aufs Land - der dieses Jahr gleichzeitig stattfindende Urfahraner-Markt trägt sein übriges dazu bei. (alle Fotos von den Nightline-Konzerten und -Partys sowie vom ganzen Festival gibts hier)

Fazit

This Ain't California ist - trotz seines DDR- und nicht Linz-Bezugs - für mich so etwas wie "Es muss was geben" im Vorjahr: der "Szene-Film des Jahres" sozusagen. Allerdings hab ich es leider nicht geschafft, die Doku über die Welser Skating-Szene anzusehen. Ohne vorverurteilen zu wollen kann ich mir aber schwer vorstellen, dass die Welser auch nur ansatzweise ähnlich turbulente Erfahrungen gemacht haben wie die Skating-Pioniere hinter Mauer und Eisernem Vorhang. Interessant klingt sie aber allemal: Deckerinnerungen – Von Handläufen und Sitzgelegenheiten Von den Preisträger-Filmen kann ich dieses Jahr leider wenig erzählen, da ich mit meiner Filmauswahl - oder Zeitplan - diesmal etwas danebengelegen bin.

Der Einschätzung von madita mal, dass es mehr Begleitveranstaltungen (Diskussionen) zu den zwar interessanten, aber oft wichtige Aspekte außer Acht lassenden Dokumentarfilmen geben sollte, kann ich mich nur anschließen. Auch vom Ursulinensaal bin ich nicht restlos begeistert - zu kühl, über zwei die offizielle "Landeskultur" versprühende Stockwerke, lange weiße Gänge, vom Rest des Festivals getrennt - eher ein Gegenpol zur gesamtheitlichen Herangehensweise (Film, Kunst, Kultur, Architektur/Installationen) bei der Gestaltung und Einrichtung des O.K. - man müsste den Ort besser ins Festival(konzept) integrieren, bevor man sich dort wohl fühlen kann. Vom Platzangebot (um die 400 Personen schätze ich) ist der Saal natürlich unschlagbar und für Eröffnung und Preisverleihung vielleicht sogar unverzichtbar - das Mediendeck platzte bei diesen Anlässen stets aus allen Nähten.

So oder so: ich freu mich schon aufs nächste Jahr :)

maditas festivalresumee

ein sonntag in der sonne, ohne festival, keine filme mehr. dafür ein abschließendes statement nach der 9. auflage des CROSSING EUROPE.

wie schon erwähnt, CROSSING EUROPE ist erwachsen geworden. einige dinge würde ich gern wieder zurück ins gemütliche versetzen - eröffnung, preisverleihung etc. raus aus dem ursulinenhof & zurück ins mediendeck, wo es weit weniger förmlich zuging & was auch die festivaler gleich an den partyort brächte, was diesen wieder cineastischer werden ließe. kinobesucher beim zugang zur nightline bevorzugen. internetzugang auch nach 19 uhr. bootsfahrt auch für blogger. neil young back to the festival!

meine filmauswahl war okay, aber ich hatte wenige "burner" im programm - WEEKEND war jedenfalls mein favorisierter spielfilm. die doku-themen fand ich allesamt spannend, inhaltlich waren mir die filme zu wenig mit fakten angereichert. dass ausgerechnet der polnische langeweile-film den wettbewerb gewonnen hat, ist wohl ironie meines filmischen schicksals. jedenfalls gratulation an alle gewinner!!

nightline-programm war gut, die gestrige party hat mich auch wieder ein bisschen mit dem vormals harsch kritisierten publikum versöhnt. kiosque hab ich leider verpasst...

alles in allem: 2013 mit weniger erwartungen reingehen! und ansonsten bin ich froh, dass linz ein solches festival hat & freue mich auf jede weitere ausgabe von CROSSING EUROPE!!

es verbleibt herzlichst
eure madita

capitel ocho

Den Samstag gestaltete ich relativ fiklmlos, hauptsächlich im Gastgarten des Golden Containers. Ich schaffte es nur in VON HEXEN UND VERRÜCKTEN KÜHEN von Oona Valarie Schager und Ufuk Serbest, eine Dokumentaion zum Thema Feminismus in Nicaragua 30 Jahre nach der sandinistischen Revolution. An sich ein sehr gut gemachter und informativer Dokumentarfilm, ich hätte mir angesichts der teilweise doch sehr harschen Kritik der im Film interviewten Frauen an der Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN) zumindest ein Statement auch von dieser Seite gewünscht.
Nachdem ich mich entschied, sonntags wieder ein Horrorfrühstück zu mir zu nehmen, gelangte ich um ca. 22:40h ohne Probleme aufs Mediendeck zur Nightline. Etwas entäuscht war ich von der mir eher unispiriert vorkommen den Performance von QUEHENBERGER / KERN - für mich zuviel Jamsession, zu wenig Konzert. Beim (restlichen) Publikum kam das Duo allerdings gut an, schön das Geschmäcker verschieden sind.
Und dann brach auch schon wieder mit dem Sonntag der letzte Festivaltag an. Wie bereits erwähnt Horrfrühstück, Nachsicht am Morgen. MIENTRAS DUERMES von Jaume Balagueró,ein Thriller über den Fiesling Cesar, ein Hausmeister der Glück anderer Menschen nicht erträgt und daher als Hobbie subtil Leben zerstört. In diesem Fall vorrangig das, der jungen Dame aus Appartement 3b. Sollte jemdand Zweifel am Gutem im Menschen haben, in MIENTRAS DUERMES werden diese Zweifel bestätigt. Vertraue Niemand! In Vorfreude auf meinen letzten Crossing Europe Film 2012, YOU INSTEAD, verbleibt
Ihr
Dan Rocker

THE CHILDREN & VON HEXEN UND VERRÜCKTEN KÜHEN

meine samstäglichen filme verlegten sich ins dokumentarische:

THE CHILDREN von Christophe Hermans berichtet vom alltag in einem kleinkinderheim, einer weiteren "durchgangsstation" aus dem programm TRANSITION SPACES - NOWHERE PLACES. ein thema, das in meinem alltag schlicht nicht vorkommt & abgesehen von immer mal wieder aufgedeckten grauslichen skandalen auch keine größere beachtung im gesellschaftlichen diskurs findet. leider erklärt der film nicht, welche kinder unter welchen umständen in dieses heim kommen - die meisten haben anscheinend eltern, die nicht in der lage sind, sich um sie zu kümmern. der fokus ist auf einem geschwisterpaar, dessen mutter ihren betreuungsanteil erhöhen will. gleichzeitig wird der bruder durch erreichen einer altersgrenze (5?) in ein anderes heim verlegt, was herzzerreißende szenen hervorruft - auch die emotionalste geschichte der doku, in der klar veranschaulicht wird, wie ein kleiner junge an seinen lebensumständen zerbricht. ein mal steht er allein im türrahmen und weint stumme tränen, unbeachtet von allen außer der kamera. auch eine "erfolgsstory" erlebt man mit: die kleine jessica darf zu ihrem papa ziehen. leider nur am rande erfährt man von den belastungen für die pflegerinnen und die emotionalen abgründe der kinder. fazit: interessant, aber zu wenig hintergrundinfos.

VON HEXEN UND VERRÜCKTEN KÜHEN von Oona Valarie Schager und Ufuk Serbest war ein purer "ichbingraddaalsosehichsmiran"-impuls und eine gute entscheidung. welche träume und folgen sind aus der sandinistischen revolution in nicaragua bei den frauen zerplatzt oder wie wurden sie fortgeführt. die handlung bzw. die interviews folgen dem impuls der beiden regisseure, so wie sie neues erfahren, geben sie es ans publikum weiter. für mich hätte der film doppelt so lang sein können und noch viel mehr politische, gesellschaftliche und persönliche fakten verpacken können - so zumindest meine interessenslage. rund um das thema sind zusätzlich radiosendungen entstanden, die man auf anfrage erhält - so weit zu meinem wunsch. fazit: sehr interessant, riesen-pluspunkt für die historische einführung, spannender einblick in feministische facetten - von ideologie über machistische muster, bedrohung des lebens bis hin zu den konkreten problemen vor allem für frauen durch ein fehlendes gesundheitssystem.

gesamt-doku-fazit: interessante themen, aber zu wenige erklärungen rundherum. grade bei dokus strebe ich als zuseher ja nach fakten und will mir nicht alles aus alltagsszenen zusammenreimen müssen.

MEDIENSPLITTER

Crossing Europe: Hauptpreis für polnischen Film
Das polnische Drama „Z daleka widok jest piekny/It Looks Pretty from a Distance“ ist gestern Abend beim internationalen Filmfestival Crossing Europe in Linz mit dem Hauptpreis prämiert worden. Das Regieduo Anka und Wilhelm Sasnal nahm die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für die Geschichte über das mysteriöse Verschwinden eines Schrottwarenhändlers persönlich entgegen. Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) überreichte die Preise. (…)
http://orf.at/stories/2117747/

Gemeinschaft
Gesellschaftskritische Filme sind ein wesentlicher Bestandteil des Crossing Europe Filmfests. Mit präzisem Blick werden Schieflagen und Mißstände aufgespürt und auf die Leinwand gebracht. Der polnische Künstler Wilhelm Sasnal blickt zusammen mit seiner Frau Anka mit Z Daleka Widok Jest Piekny (It looks pretty from a Distance) in die Abgründe der polnischen Provinz. In einem kleinen Ort mitten in der Pampa verdient Pawel sein Geld als Schrotthändler und lebt zusammen mit seiner senilen Mutter in einem kleinen Häuschen. Der Alltag ist hart und Pawel träumt davon, mit seiner Verlobten ein neues Leben zu beginnen. Doch eines Tages verschwindet er spurlos und die Dorfbewohner reagieren eigenwillig auf sein Verschwinden (…)
http://www.schnitt.de/234,7096,02

Crossing Europe-Preis für polnischen Film
Der Film "It Looks Pretty from a Distance" gewinnt den Hauptpreis des Internationalen Filmfestivals in Linz, das am Sonntag zu Ende geht.
Verstörendes Kino aus Polen: Ein Schrotthändler ist plötzlich verschwunden. Sein kleines Haus wird von der Bevölkerung geplündert und seine Habseligkeiten zerstört.
Das polnische Drama "Z daleka widok jest piekny/It Looks Pretty from a Distance" ist Samstagabend beim internationalen Filmfestival Crossing Europe in Linz mit dem Hauptpreis prämiert worden. (…)
http://kurier.at/kultur/4494184-crossing-europe-preis-fuer-polnischen-film.php

Ein Dialog ganz ohne Sprache
Das Linzer Crossing-Europe-Filmfestival zeigt anspruchsvolles Kino, das Klassengegensätze und soziale Notlagen auf bestechende Weise verhandelt
Am Beginn tappt man buchstäblich im Dunkeln: Schwaches Licht aus Taschenlampen fällt hie und da auf unwirtliches Gelände. Kleine Grüppchen sammeln sich im Morgengrauen, alte Frauen singen eine Litanei. Als es hell wird, kommen dann die Honoratioren, und der Pfarrer wendet sich über eine notdürftig geflickte Tonanlage an seine ergebene Gemeinde. (…)
<a http://derstandard.at/1334796442740/Linz-Ein-Dialog-ganz-ohne-Sprache

Samstag, 28. April 2012

kafli sjö

Ergänzend zur Kritik der Kollegin madita mal möchte ich erwähnen, dass mich die heurige Nightline ebenfalls (noch'') nicht als Freund gewinnen konnte. Was mir fehlt ist die Möglichkeit sich über gesehene Filme auszutauschen, das ist bei einem geschätzten Anteil von 97,3% Nightline-Only-"Im Kino? Nein im Kino war ich nicht"-BesucherInnen auch schwer möglich. Gestern nach der Nachtvorstellung im City um 0:45h im OK, ah sorry, OÖ-Kulturquartier angekommen, wurde ich mit einer schier endlosen Schlange vorm Lift zur Nightline konfrontiert. Und ich getraue mich zu behaupten, von den anstehenden Personen waren 100% nie bei einem Crossing Europe Film. Mein Vorschlag, wenn schon Securitys kontrollieren, könnte man doch von den Nightline-Only BesucherInnen einen kleinen Obulus verlangen, bzw. Leute die ausm Kino kommen bevorzugt behandeln. (1) Nun gut, zu den Filmen: Nachmittags stand bei mir LES FRAISES DES BOIS, ein Film aus der Panorama Fiction Reihe von Dominique Choisy auf dem Programm. Trotz seiner Längen konnte mich dieser charmante Streifen durchaus fangen. Schön fand ich dass Ereignisse wie Doppelmord und Raubüberfall keinerlei Auswirkung auf Tempo und Stimmung des Films hatten. Zuviel von der Handlung darf ich hier nicht verraten, LES FRAISES DES BOIS würde sonst an Spannung verlieren und er wird ja doch wohl ins reguläre Moviemento Programmen kommen (2) Vor der endlosen, Auf-Den-Nightlinelift-Warterei war ich kurz in Island, Drogen kaufen. In SVARTUR Á LEIK
entfürht einen Óskar Thór Axelsson in die beinharte und brutale Welt der isländischen Drogenmafia wo Gewalt und Liebe zu US Klischees und bayrischen Automobilen vorherrschen. Wunderbar grotesk, einen Großstadtdschungel-Drogenthriller in einem 118.000 Einwohner Nest (3) anzusiedeln und die personifizierte Brutalität aus Dänemark kommen zu lassen! Nur Elfen und Trolle fehlten mir etwas. Auf ein Treffen bei der Nightline mit María Birta hoffend verbleibt
Ihr
Dan Rocker

(1) technisch, durch vorweisen einer Kinokarte, durchaus lösbar...
(2) davon gehe ich aus Wolfgang.
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Reykjav%C3%ADk

die nightline & das publikum

ein kleiner ausflug ins umfeld des festivals: mittlerweile am samstag angelangt muss ich wohl eingestehen, das wird nicht mehr mein festival. mein geringer wohlfühlfaktor hängt zu einem guten teil damit zusammen, dass das publikum sich geändert hat, ich immer weniger leute kenne & rumhängen am OK platz damit weniger sexy ist. während also die menschen, auf die ich mich jährlich freute, nicht mehr dort sind, ist das festival belagert von horden von kunststudenten, die in gebatikten shirts, bunten hosen und samtpatscherln die diskussion um den film bereits im film beginnen, für den abspann keine zeit haben, johlend mitspielende studienkollegen während des screenings kommentieren und die tanzfläche mit ausdruckstanz beglücken. nicht mal elektro guzzi konnten mich da lang am mediendeck halten. tja, wie gesagt, das wird wohl nicht mehr mein festival...

Freitag, 27. April 2012

Meine Freiheit - Deine Freiheit

The New World dokumentiert die Entwicklung einer Gruppe, die in der estnischen Hauptstadt Tallinn ein Gemeinschafts- und Stadtteilzentrum errichten will - aber leider letztlich an ihrer Naivität und Unerfahrenheit scheitert.

So kann ein Projekt, dass auf Freiwilligkeit, Selbstverwaltung und Kostenlosigkeit setzt, nicht in einem gemieteten, zum Kauf ausgeschriebenen Haus funktionieren. Denn all die Arbeit, die in Renovation und Instandhaltung des Hauses gesteckt wird, wird schließlich von niemandem bezahlt - im Gegenteil sollen die Leute dem Besitzer der Bruchbude auch noch monatlich Geld überweisen und ihm das Haus schließlich abkaufen. In den Jahren des estnischen Wirtschaftswunders (aka Blase wie überalls sonst) und steigenden Bodenpreisen ein Ding der Unmöglichkeit.

Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt stellt sich rasch als undankbar heraus: Bürokratische Schikanen, Nachbarn, die regelmäßig überflüssige Polizeieinsätze anfordern - es bleibt immer mehr Zeit für kritische Projekte im öffentlichen Raum und auch die Kommunikation mit der Nachbarschaft, das Vergrößern und Integrieren der "Gemeinschaft", gerät immer mehr ins stocken - erste Burn-Outs sind die Folge ...

Dennoch geht das Projekt über vier Jahre lang mehr oder weniger gut - und vor allem findet es im ganzen Land viele Nachahmer, von denen manche wohl auch aus Fehlern der "Neue Welt"-Community gelernt haben. Etwa die naive Herangehensweise, dass man von der Politik unterstützt, von der Polizei akzeptiert und vom Besitzer Entgegenkommen finden wird. Man kann nunmal keine "Neue Welt" schaffen, wenn man die Regeln der "Alten Welt" unhinterfragt akzeptiert und für sich stehen lässt!

Freiheit kann man nicht kaufen - man kann sie immer nur erkämpfen!

Ich hätte auch noch viel andere Dinge zu sagen, etwa über die neuen, womöglich besser als manch hart schuftende Mitarbeiter bezahlte Securities, die eingesparten Local Artists-Zweit-Aufführungen oder über den "Sicherheitswahn", der in Linz auch mit einem vom Bundesheer aus Gründen der Sicherheit der Republik abgelehnten, vom Bürgermeister ernannten, Sicherheitsstadtrat widerwärtigste Blüten (sofern so ein schönes Wort überhaupt noch angebracht ist) treibt - aber ich wurde auch dieses Jahr wieder einmal Opfer der auf Windows mit Internet Explorer laufenden "Working Stations" - zuerst eingeloggt, dann geschrieben, dann "veröffentlichen" geklickt - und schwupp: ALLES WEG und die Aufforderung zum login! ... aber man kann es ja auch stichwortartig aufzählen und dem/der geneigten Leser/in das Weiterdenken überlassen - das ist vielleicht auch besser so :P

kuues peatükk

Mittwoch Abend besuchte ich die KAPU und damit den letzten für mich heuer ausständigen Crossing Europe Spielort. Von den fehlenden Sportgummis abgesehen, wurde der KAPU-Kino"saal" wieder liebvoll festivaltauglich gemacht und vermittelt für mich weit mehr Kinoflair als der etwas sterile Ursulinensaal. Am Programm stand UUS MAAILM - The New World vom Estnischen Filmemacher Jaan Tootsen. Eine Gruppe junger Leute wird über drei Jahre bei der Errichtung und beim Betreiben eines Nachbarschaftszentrum durch Höhen und Tiefen des Projekts begleitet. Der Name der Gruppe "New World Society" bezieht sich übrigens nicht auf utopische Ideen, der Stadtteil in Tallinn heisst einfach so. Nichts sonderlich ungewöhnliches, auch Linz hat einen Stadtteil namens Neue Welt.
Die gestrige Nightline lies ich aus, nicht aus Desinteresse sondern ganz banal aufgrund von Müdigkeit. Zum Frühstück gönnte ich mir heute endlich Blut und Gemetzel in Form einer Horrorkomödie. [REC]3 GENESIS brachte sogar sich ansonsten als cineastische Angsthasen bezeichnende Personen zum Lachen. Paco Plazas Streifen wird zwar vermutlich auf Ablehnung der spaßfreien Intelektuellenfraktion stossen, wer sich aber 80 Minuten lang amüsieren möchte, ist in diesem Film mit Sicherheit richtig aufgehoben. Für Anregungen, Kritik oder Tratsch und Klatsch bereit, steht in Reichweite des Golden Containers für Sie zur Verfügung:
Ihr
Dan Rocker

wahres vergnügen

wie gestern per kurznachricht verkündet, war meine filmauswahl eine wahrlich vergnügliche:

AVÈ von Konstantin Bojanov zeigt die beiden jugendliche avé und kamen, die sich zufällig beim autostoppen über den weg laufen und ein stück ihres weges ab hier gemeinsam gehen. der stille kamen, auf dem weg zu begräbnis eines freundes, ist genervt von der phantasievollen avé, die sich durch diese reise lügt und kamen mitunter in unangenehme situationen bringt. aber wie könnte es anders sein, sie kommen sich näher. bojanovs film ist leise, humorvoll und schlicht empfehlenswert.

LOCAL ARTISTS programm 2 - here and now. weg vom experimentellen hin zu musikvideos und kurzfilmen. besonders hervorzuheben: DER SOHN UND SEIN VATER von bernhard riemer. die erziehung zum bankräuber entlockt dem zuseher nicht nur einen schmunzler. michael rittmannsbergers ABGESTEMPELT erzählt von vorurteilen und unmenschlichkeit und ist bis zu 2/3 des kurzfilms empfand ich ihn wirklich gut, ab dann war mir das ende zu offensichtlich für eine überraschung. die message kam dennoch an! DADDY'S PRIDE von Dinko Draganovic schließlich erzählt die liebesgeschichte zweier jugendlicher unterschiedlicher glaubensrichtungen, deren eltern sich einschalten, um diese zu unterbinden. bonmot am schluss: die beiden väter sitzen - unbekannterweise - in einer arbeitspause zusammen und reden über ihre kinder...

zu WEEKEND von andrew haigh hab ich gestern bereits gesagt, was ich sagen wollte. manchen mag er zu romantisch sein, aber ich geh gern mit einem lächeln am gesicht aus dem kino!

Donnerstag, 26. April 2012

endlich!!

oh ja, nun endlich wurde ich gesegnet! gleich 3 x gute wahl heute mit AVĖ, LOCAL ARTISTS 2 und schlussendlich WEEKEND. da letzter eindruck noch ganz frisch ist, meine nachricht - mühsam über handy: ansehen! all ihr verliebten &romantiker, alle ihr, denen eine brise kitsch grad fehlt & auch ihr, die schwule liebe "unästhetisch" findet: ansehen!

alles weitere dann via echter tastatur!
nun auf in die nightline.....

krye pesë

Nicht nur der Tiroler Wirtschaftskammer-Präsident und Wirtschaftsbundobmann Jürgen Bodenseer (ÖVP) dachte vor kurzem laut über eine Wiedereinführung der Todesstrafe für "Kinderschänder" nach. Pädophilie gilt in unserer Gesellschaft als eines der größten Tabus, unter dieser Störung leidende Menschen werden gerne als Begründung bzw. Vorwand für diverse Gesetzesverschärfungen verwendet, man denke etwa an die Diskussion über die Vorratsdatenspeicherung. Unter diesem Aspekt fand ich das Thema des Films OUTING von Sebastian Meise und Thomas Reider äußerst spannend: Ein junger Mann beschließt sich als Pädophiler zu outen. Außerhalb seiner Therapie hat er noch nie offen über seine Neigungen gesprochen, seine Intention zu diesem Schritt scheint, sich und seine Umwelt mit seiner Hingezogenheit zu (männlichen) Kindern zu konfrontieren und das Schweigen zu diesem Thema zu brechen. Meise und Reider begleiteten Sven, den Hauptprotagonisten von OUTING, über mehrere Jahre, verwenden Interviews, aber auch seine Kurzgeschichten und Gedichte von ihm um ein Bild seiner Situation zu zeichnen.
Meine anfängliche interessierte Gelassenheit dem Film gegenüber, verwandelte sich rasch in eine, für mich überraschend heftige Verstörtheit. Berichtete Sven am Beginn des Films von seinen, in Suizidversuchen gipfelnden Selbstzweifeln, mit Fortdauer des Dokumentationsprozesses verschieben sich aber seine Grenzen im Umgang mit Minderjährigen immer mehr. Vermutlich nicht nur bei mir schwindet das anfängliche Vertrauen, dass er die Grenze zum sexuellen Kontakt zu den, von ihm begehrten Buben Zukunft auch in nicht überschreiten wird. Zu enthusiastisch berichtet Sven über Begegnungen mit 6 bis 13 jährigen Knaben oder über Gruppenausflüge mit, in einschlägigen Foren kennengelernten Neigungsgenossen. Die im Katalog gestellten Fragen "Gedanken an sich sind straffrei. Wo beginnt Schuld, wo kriminalisiert die Gesellschaft vorschnell?" kreisen auch in meinem Kopf. Zumindest von faschistoiden Scheissdreck wie der "Todesstrafe für "Kinderschänder"" bin ich nach wie vor gedanklich weit entfernt. Schade, dass OUTING nur mit einem Screening beim Festival vertreten war.
Mein persönlicher Schockierungsgrad war beim darauf folgenden Nachtsichtprogrammpunkt LIVIDE von den Inside-Macherinnen Julien Maury und Alexandre Bustillo folglich stark reduziert. Blut, Gewalt, Geistervampiere und LSD-Horrortripmässige Gruselhausaufnahmen. Kurz: angenehm entspannend.
Eigentlich sprachlos verbleibt
Ihr
Dan Rocker

κεφάλαιο τέσσερα

Diesmal werde ich das zu bebloggende (Film-)Pferd von hinten aufzäumen. Technische Probleme haben mich in den unangenehmen Status "4 films to blog" befördert, wobei ein gestriges Screening einer gesonderten Betrachtung harrt. Heute vor Gestern sozusagen. Zu SAG MIR WANN… von Steffen Köhn und Paola Calvo verweise ich auf den Beitrag von Kollegin madita mal "a day in hell...", ich empfand den Film ebenso. Ausweglosigkeit, Unmenschlichkeit und Flucht ins Transzendale hinterlassen einen mehr als schalen Geschmack bei einem Besitzer eines privilegierenden EU-Passes.
Sehr wohl fühlte ich mich hingegen im neuen Plattenladen meines Vertrauens, im SOUND IT OUT. Der gleichnamige Film von Jeanie Finlay portraitiert den letzten Indie-Plattenladen in Stockton-on-Tees samt Personal und Kundschaft, einer typisch nordenglischen Kleinstadt. Ladenbesitzer Tom Butchart bietet einer ganzen Reihe sympathischer Freaks mit seiner, zum Beruf gemachten Leidenschaft Vinyl einen Fixpunkt in dieser, durchaus als unfreundlich zu bezeichnenden Umgebung. Auf seine zukünftige Reise nach Stockton-on-Tees freut sich
Ihr
Dan Rocker

it looks pretty from a distance...

wie hab ich sie vermisst, die langatmigen filme voller schöner landschaftsbilder: IT LOOKS PRETTY FROM A DISTANCE hat mir mal wieder unerwarteten schlaf beschert, vielen dank. und nein, ich war nicht der schnarcher gegen ende des films, aber wer immer das auch war, er hat mein vollstes verständnis!

können die dann endlich wieder außer mode kommen, diese dialogarmen endlos-filme?

BREAKING NEWS!!!

Trotz des, im Sinne von IL CASTELLO engstmaschig geknüpften Crossing-Europeschen Sicherheitsnetzes wurden vier - in Zahlen: 4 (!) - illegal eingewanderte Bierdosen in den letzten beiden Nächten am Medien- bzw. Freideck im Rahmen der Nightline gesichtet! Anbei zwei abschreckende Beispiele:

illegale Bierdose 
<br />
Verbindungsstiege Mediendeck - Freideck
<br />
25.4.2012 
<br />
ca. 01:35h

illegale Bierdose
<br />
Mediendeck
<br />
26.4.2012
<br />
ca. 03:43h

Local Artists 1

auch noch in meinem programm gestern stand das LOCAL ARTIST Programm 1. bei der ganzen schiene gab es einige änderungen: sie werden nur noch 1x gezeigt, dies dafür im großen ursulinensaal & sie sind genregemischt, nach roten fäden zusammengestellt.

hm. bei mir führte diese kombination dazu, dass ich nach 30 minuten wieder ging, weil ich mit experimentellen, avantgardistischen kurzfilmen einfach nichts anfangen kann. für menschen wie mich wäre die beibehaltung einer genre-ordnung vorteilhaft gewesen, weil ich die musik-videos sowie die kurz- & animationsfilme immer super fand, aber nach den dritten 5 minuten wehendem weizenfeld, grell gefärbter natur und rhythmischer handbewegungen ging mir die luft aus. das ist einfach nicht meins.

dabei startete das programm super: PLAY LIFE SERIES von ella raidel. eine amüsante und teils skurrile show chinesisch dargestellter gefühle. unter jeweiligen titeln wie "love", "act" und ähnlichem wurden stereotypische ausdrücke präsentiert, gewürzt mit unverhohlener übertreibung. präzise & spannend!

auch das cherry sunkist-video WEEPING OVER MY IDEALS von martin music konnte mich begeistern. berlin ist immer ein guter ort für musikvideos!

ich schließe wie bisher noch nicht so richtig begeistert. die local artist-atmosphäre geht in diesem riesen-saal ein bisschen verloren, auch wenn ich froh bin, dass gegen die chronische überbevölkerung im movie3 gehandelt wurde. der rote faden in der genrevermischung erschloss sich mir nicht & hinterließ frust. heute ins programm 2, dann sieht man mehr!

Mittwoch, 25. April 2012

capitolo tre

Den mittwöchlichen Nachmittag widmete ich dem Genre des Dokumentationsfilms, wobei beide gewählte Streifen einige Fragen offen liesen. IL CASTELLO von Massimo D’Anolfi und Martina Parenti widmete sich im Rahmen der Reihe TRANSITION SPACES - NOWHERE PLACES DEM Mailänder Flughafen Malpensa unter dem Aspekt der Sicherheit. Zumindest zumeist, offen für mich die Rolle einer Dame, die möglicherweise am Flughafen lebt oder aber für die Sauberkeit auf den Flughafentoiletten verantwortlich ist. Im Grunde war sie für mich die spannenste Figur in IL CASTELLO, ich erhoffe mir daher einen eigenen Film über Madamme Unbekannt.
DER HEIMWEHTRÄGER, ein Film von Erich Hackl und Libertad Hackl portraitiert den österreichischen Exilschriftsteller Fritz Kalmar, der von den Nationalsozialisten aufgrund seiner jüdischen Herkunft vertrieben wurde und in Bolivien bzw. Uruguay bis zu seinem Tod 2008 lebte. Immer wiederkehrendes Thema ist Kalmars Heimweh nach der Stadt seiner Jugend, Wien. Teilweise wird in DER HEIMWEHTRÄGER meiner Meinung nach zu viel Vorwissen, sowohl Fritz Kalmar als auch die politischen Gegenbenheiten in den 1970igern in Südamerika betreffend,vorausgesetzt. Ebenso wäre eine Nähere Vorstellung der wietern GesprächspartnerInnen hilfreich gewesen. Im Gesamten allerdings vermittelt der Film ein schönes Bild eines außergewöhnlichen Menschens.
Nun genehmige ich mir eine kurze Pause um gestärkt in meine letzten beiden Screenings für heute zu gehen. Angenehme Stunden bis zur nächsten Bebloggung gönnt Ihnen
Ihr
Dan Rocker

Mama, wen ess' ma denn heute?

Unglaublich wie gut wir - Madita Mal (A Day in Hell, der - erst erste - morgen danach), Dan Rocker (deuxième chapitres, rozdział raz) und ich - uns ergänzen. Könnten wir unsere Eindrücke teilen, müsste ich die ebenfalls anvisierten Filme "Six Million and One", "Sag mir wann..." und die diesjährige Spezial-Sektion "TRANSITION SPACES - NOWHERE PLACES" gar nicht mehr sehen ... aber "leider" (die Zeit ist knapp - die Filme sind viele) muss ich meine eigenen Filmerfahrungen selber machen ...

aber das hat ja auch sein gutes - geschmäcker sind bekanntlich subversiv.. äh subjektiv!

helle Hölle

"Hell" (der deutsch-schweizerische Weltuntergangsfilm) schnitt bei mir zum Beispiel gar nicht gut ab und ich versteh jeden Verleiher, der den Film nicht in die Kinos bringen will (bzw. die Kosten dafür tragen will) - wobei, wenn es nach diesen Maßstäben ginge, müssten ohnehin 90 % der Kino-Programme geändert werden, Cineplexx und Megaplex-Center könnten reihenweise geschlossen werden ...

"Hell" leidet meiner Meinung nach an seiner guten Idee, der ein mittelmäßiges Drehbuch aufgesetzt wurde. Zwar sind die Drehorte gut gewählt (kahle Nadelwälder, wie es sie ja heute schon zuhauf gibt), steppenartige Wiesen und Felder (Korsika?) - auch an der schauspielerischen Leistung gibts es nicht unbedingt etwas auszusetzen (das Lob für Hannah Herzsprung kann man ruhig so stehen lassen) - aber was den Plot betrifft (Menschen unbekannter Herkunft mit unbekanntem Ziel werden in einer Welt ohne Tiere und Pflanzen (da zu heiß, tödliche Sonnenstrahlung!) gefangen, teilweise gegessen und nur wenigen gelingt die Flucht) geht man dann doch ziemlich enttäuscht aus dem Kinosaal hinaus. Es braucht kein Weltuntergangsszenario um einen Roadmovie mit Tod, Gefangenschaft und Flucht zu inszenieren - das hätte man auch im mexikanischen Drogenkartell-Milieu ansiedeln können (und vermutlich wäre das auch viel spektakulärer gewesen). Kurzum: Recht viel ist den Autoren zu einer Welt im Jahr 2016 nicht eingefallen. Und dass der Film im Grunde nur eines vermittelt - nämlich dass Menschen zu Bestien werden, wenn sie nix zum essen finden - ist jetzt psychologisch auch keine große Meisterleistung und überdies ziemlich eindimensional gezeichnet.

"Eindimensional" ist dann wohl auch das Wort, das den Film meiner Meinung nach am besten beschreibt: er ist nicht unbedingt schlecht, aber für die Thematik viel zu platt und beliebig. Dass man im Lauf des Films genau gar nichts über die Charaktere erfährt (ja, gut - wir wissen, dass die drei im Auto keine echte Familie sind), über ihre Herkunft, ihre Träume, Wünsche, Ziele, ihren Charakter (außer, dass der eine etwas hohl, der andere etwas wild ist und die Frauen offenbar als einzige sowas wie Solidarität kennen), mag zwar vielleicht so beabsichtigt sein - ist aber für einen Roadmovie, wo wir die ganze Zeit mit den Charakteren "gefangen" sind, ziemlich unbefriedigend. Selbst "The Day After Tomorrow", der im Grunde auch nichts weiter ist als die Summe seiner Spezialeffekte, hatte mehr Tiefgang.

Mehr Fantasie! Der deutsch(sprachig)e Film braucht mehr Fantasie!

a day in hell...

wie soll man sagen? startet man den tag mit HELL, bleibt man wohl länger dort...

zum frühstück genehmigte ich mir tim fehlbaums HELL, ein düsterer apokalypsenfilm, in dem die sonne zum feind wird, wasser zum allzu raren gut & menschen zu bestien (überraschung!). das wahre düstere an dieser geschichte schien mir allerdings die wahrscheinlichkeit ihrer selbst zu sein, die logik in den handlungen & die unausweichliche tatsache, dass menschen wohl generell eher zum gegen- als zum miteinander neigen. hat man kein vieh mehr, muss man menschen essen, logisch! grandiose schauspielerische leistung von angela winkler & vor allem hannah herzsprung!!

TRANSITION SPACES - NOWHERE PLACES: guter name für guten inhalt. neue räume werden erschaffen für neue bedürfnisse, die umwelt & die anforderungen verändern sich. die 5 beiträge spielen auf einem flughafen, im kinderheim, in einer spanischen enklave, in schubhaft, im mexikanischen ghetto. die liste wäre beliebig fortzusetzen und ich hoffe darauf im jahr 2013!

SAG MIR WANN... ist der beitrag in melilla, einer nordafrikanischen enklave spaniens. menschen aller nationalitäten verharren dort mitunter jahrelang in hoffnung auf spanische papiere. wie oft ich die eine oder andere variante dieser allzu oft vorkommenden geschichte auch sehe, ich bin jedes mal erschüttert. SAG MIR WANN... war nicht die herausragendste produktion, aber sie porträtierte still & subtil die hoffnungslosigkeit der situation, die auswegloskeit der menschen, die unmenschlichkeit am rande europas. drei menschen aus verschiedenen regionen dienten hierbei als fallbeispiele. zumindest 2 von ihnen waren sehr gläubig. und ohne die europäische verantwortung herunterspielen zu wollen, frage ich mich dennoch, ob sie so geduldig ihr schicksal ertragen würden, wäre demut nicht eine forderung ihres glaubens?

deuxième chapitres

Mit einer ganz besonderen Art des Horrors ließ ich den heutigen Tag filmisch beginnen, der Realität. ENTRÉE DU PERSONNEL von Manuela Frésil widmet sich der Entfremdung, besser gesagt Entmenschlichung industrieller Fließbandarbeit am Extrembeispiel der fleischverarbeitenden Industrie. ZUr physichen Belastung immergleicher Handgriffe, die massiv die Gesundheit der ArbeiterInnen angreift, kommt die psychische Belastung der industriellen Massenschlachtung hinzu. Die Menschen berichten von Alpträumen, Schlaflosigkeit und Antriebslosigkeit außerhalb der Fabrikshallen. Mangels Jobalternativen scheint der Einfluss der Gewerkschaften begrenzt, die Macht der arbeitgebenden Konzerne (1) übergroß und lässt auf den ersten Blick verständliche moralische Ansprüche der bürgerlichen Tierschutzbewegungen in einem neuen Licht erscheinen, nicht jedEr kann so einfach wegziehen. Doch auch FreundInnen (Neo)-Liberaler Positionen wie "Prouktionsmaximierung zwecks Gewinnmaximierung" (2) sollten sich 60 Minuten ihrer, ach so wertvollen, Zeit nehmen und via "Entrée du personnel" einen Blick auf die, von ihnen gewollten und forcierten Arbeitsbedingungen werfen. Fordert
Ihr
Dan Rocker


(1) In diesem Fall: AIM Groupe - http://www.laviandeonaime.fr
(2) Das eine Steigerung der Produktivität nicht unbedingt Gewinnsteigerung bedeutet, wird im Film ebenfalls dargelegt. Irgendjemand muss ja die zusätzlich geschlachteten Henderln, Schweinderln und Kuhlimuhs auch kaufen. Folglich werden die Leichenteile der Viecherl möglichst billig feilgeboten, auch nicht gerade gewinnmaximierend...

rozdział raz

Nachdem heuer am Mediendeck keine Rechner mehr vorhanden sind, ich im Vertrauen auf diese Workstations mein persönliches mobiles Datenverarbeitungsgerät zu Hause lies, kommt erst heute mein Beitrag zu den gestrigen Eröffnungsfilmen und der Nightline. Mit CRULIC - DRUMUL SPRE DINCOLO (THE PATH TO BEYOND) von Anca Damian startete ich ins Festival. Nun bin ich an sich kein großer Freund von Animationsfilmen, das Thema (der langsame und einsame Tod des Claudiu Crulic durch Hungerstreik aufgrund des Protests gegen seine ungerechtfertigte Inhaftierung) klang für mich spannend. Der phasenweise beklemmende Film konnte mich durchaus fesseln, auch wenn mir der gewählte Fokus auf Teile des Lebens Claudiu Crulics phasenweise etwas beliebig vorkam. Ich hätte anstatt einer ausführlichen Darstellung seiner Kindheit, lieber mehr über den Prozess erfahren. Anschliessend begab ich mich in die Hölle, den wunderbar doppeldeutig betitelten Film HELL von Tim Fehlbaum. Unverständlich, daß dieser spannende und intelligent gemachte Genrefilm bislang am Markt floppte. Aber der Markt ist bekanntlich eine Sau. Generell.
Von CANDELILLA, der Eröffnungsband der Nightline bekam ich leider wenig mit, nach Ankunft am Mediendeck hörte ich die, mich leicht verwundernden Worte: "Danke, das ist unser letzter Song." War er dann auch. Eventuell könnte man hier, wie in den letzten Jahren auch, die Beginnzeit der Band an die Endzeit des letzten Films anpassen. Es handelt sich schließlich um eine Filmfestival-Nightline und nicht um ein beliebiges Konzert unter der Woche. Wünscht sich
Ihr
Dan Rocker

der - erst erste - morgen danach

mein werter kollege jonas reis nimmt meine worte vorweg & beraubt mich so einer würdigen einführung... aber dennoch:

CROSSING EUROPE ist erwachsen geworden. zumindest bringt mich die etwas steif anmutende eröffnung im ursulinensaal zu diesem ersten eindruck. ich für meinen teil vote jedenfalls für die rückführung jeglicher zeremonien ins lockere ambiente des mediendecks!

ansonsten auch alles anders: ich hab mich tatsächlich nicht auf der eröffnungsfeier verquatscht, sondern es in einen film geschafft & zwar in david fisher's SIX MILLION AND ONE, ein wunderbar entschleunigter und persönlicher film über die väterliche vergangenheit in oberösterreichischen KZs. erzählt wird diese geschichte anhand des tagebuch des vaters und der aktuellen reise vierer geschwister, die sich nicht nur mit den bildern des holocausts befassen, sondern ebenso sehr mit ihrer geschwisterlichen beziehung. unerwartet humorvoll, mitreißend und bewegend!

eröffnungsparty am mediendeck: top. keine workstations mehr dort: flop.

mein weg führt mich nun in eine subtile mischung aus nachsicht, wettbewerb und lokales filmschaffen & ihr werdet in jedem fall daran teilhaben, so ihr nur brav diesen blog verfolgt!

herzlichst,
eure madita

Dienstag, 24. April 2012

und: ACTION!

Au'draht is'! Die ersten Filme der Saison 2012 laufen :)

Erstmals wurde das Festival im neuen "OÖ Kulturquartier" eröffnet (Fotos) - schräg gegenüber des Festivalzentrums im OK. Der Ursulinensaal, dessen Bühne, Leinwand und großzügiger Besucherraum eindrucksvolle Größe demonstrierten, verlieh dem Crossing Europe im 9. Jahr erstmals jene Imposanz, die dem Festivalprogramm seit Anbeginn zustünde. Erstmals konnten alle Eröffnungsgäste sitzen - wodurch sich jedoch auch neue Distanzen auftaten. Von den hintersten Plätzen waren die Podiumsgäste fast nur noch schemenhaft zu erkennen ... bzw. musste ich mich bei den bisherigen Eröffnungen noch nie mit meiner Sehschwäche auseinandersetzen ;)

An Veränderungen wie diesen erkennt man allerdings, dass das Festival langsam erwachsen wird - und das mit zarten neun Jahren - ganz schön frühreif!

Kichern am Schulausflug

Das Festival war und ist ja bekannt für seine nahezu familiäre Organisation - ein Publikumsfestival mit dem Charme eines Schulausflugs: viele junge Leute, JournalistInnen, BloggerInnen, erfahrene und aufstrebende Filmschaffende aus ganz Europa - viele davon Stammgäste. Linz darf sich hier ausnahmsweise mal völlig zurecht als Nabel, oder zumindest Schnitt- und Nahtstelle Europas betrachten - ohne dabei in Überhebliche abzugleiten.

An der Eröffnungs-"Gala", wenn man es so nennen will, wird gekichert, wenn sich die Festivaldirektorin verspricht oder improvisieren muss - aber nicht aus Boshaftigkeit, sondern aus Freude über die verspielte (unverkrampfte) Herangehensweise an das immer größere "Ding", das hier in Linz seit neun Jahren großgezogen wird. Auf diese Weise wird die Distanz, die der (im Vergleich zum OK-Mediendeck) beinahe gigantisch wirkende Ursulinensaal mit seinen Stuhlreihen aufbaut, auf sympathische Weise wieder abgebaut. Und beim anschließenden Buffet (Lamm- und vegetarisches Ragout, Getränke) ist sowieso (fast) alles wie immer. Nur die Raucher(innen) müssen sich beklagen, dass sie nun extra einen Stock tiefer gehen müssen, statt wie bisher im OK Freideck "draußen" rauchen zu können.

Stars (of tomorrow?) on Stage

Anabela Moreira, Anjela Nedyalkova, Linda Molin (v.l.n.r.)Anabela-Moreira-_-Anjela-Nedyalkova-_-Linda-Molin

Was für Neuerungen gibt es sonst noch? (mal abgesehen von Sponsorenwechseln und neuen Preisen) Nicht ganz zum ersten Mal, aber doch eine erfrischende Abwechslung (nach all den notwendigen Lobes- und Dankesreden an Sponsoren, Förderer, Unterstützer etc.) war, dass gleich drei junge Hauptdarstellerinnen aufs Podium geholt wurden, um etwas über ihre Filme zu erzählen: die Schwedin Linda Molin (Apflickorna / She Monkeys), die Portugiesin Anabela Moreira (Sangue do meu Sangue / Blood of my Blood) und die Bulgarin Anjela Nedyalkova (Avé / Ave) standen der Festivalleiterin Christine Dollhofer Rede und Antwort - und wirkten mit ihren unvorbereiteten, aber schlagfertigen Aussagen zu ihren Filmen unerfahren wie sympathisch zugleich. Spätestens jetzt führt kein Weg an den drei Filmen, von denen zwei im Hauptwettbewerb sind, vorbei.

wie war das noch mal?

es ist soweit. endlich. noch vom arbeitscomputer aus möchte ich meine freude verkünden, dass es endlich wieder da ist: unser aller crossing europe - klassentreffen, kino-couching oder wie bereits letztes jahr sehr treffend formuliert: weihnachten für atheisten.

ich hab einen eröffnungsfilm ergattert - SIX MILLION AND ONE, noch keinen schimmer vom restlichen programm & bin gespannt auf den ursulinenhof.

alles weitere, wenn ich's erlebt hab!
eure madita

PROLOG

2012, auf in eine neue und vermutlich nicht letzte CROSSING EUROPE-Woche! Meine Pläne für den diesjährigen Filmfestival-Marathon (1) sind durchaus ambitioniert, schließlich gibt es einiges zu entdecken und bloggend (2) zu verarbeiten: Selbstredend die Reise vom klimakatastrophisch erwärmten Deutschland über ein gruseliges Frankreich und fieses Spanien bis in die Drogenhölle Island - die traditionelle, für mich zumeist vormittägliche NACHTSICHT. Ein besonderes Augenmerk möchte ich dem Programmpunkt TRANSITION SPACES _ NOWHERE PLACES widmen, zumindest IL CASTELLO hat bereits einen fixen Platz im rockerschen Festivalplaner bekommen, an der terminlichen Einplanung von SAG MIR WANN arbeite ich noch (3). Mit OUTING sollte sich heuer erstmals für mich ein Film der AUSTRIAN SCREENINGS im Rahmen von Crossing Europe ausgehen. Des weiteren harrt der neue Spielort URSULINENSAAL seiner Entdeckung und Bebloggung (4), außerdem würde ich gerne meinen unabsichtlichen aber auch schon fast traditionellen Quasiboykott der Wettbewerbsfilme heuer brechen und einige "gelbe" Filme besuchen. Nun ja, vielleicht kann ich mich ja klonen.
Hofft
Ihr
Dan Rocker

(1) Wahlweise kann statt "Marathon" auch das Vokabel "Wahnsinn" eingesetzt werden, zumindest empfinden dies einige meiner ArbeitskollegInnen so - Urlaub im Kino wirkt offenbar suspekt.
(2) Ich hielt "bloggend" für meine erste Wortkreation im Rahmen des X-Bloggs 2012. Unbescheiden wie ich bin, rechnete ich hierfür mit einem Sonderpreis am Samstag. Leider ergab eine kurze Recherche "Ungefähr 27.500 Ergebnisse" auf einer weithin bekannten Internetsuchmaschine. Mist.
(3) Wie es zu Zeit aussieht, wird es der Do. 11.30h Termin im Movie 3 werden, d.h. eine weitere NACHTSICHT nächtens...
(4) Und doch noch ein Sonderpreis!!!

Sonntag, 22. April 2012

Der Wettbewerb Europäisches Kino 2012

Die neun Wettbewerbsfilme - wie immer ausschließlich Erst- und Zweitwerke europäischer (Jung-)RegisseurInnen - befinden sich auch dieses Jahr am Puls der Zeit.

Erwachsenwerden - wozu?

Ave

Die ProtagonistInnen sind einerseits heranwachsende, mitunter melancholisch-verträumte, schweigsame Jugendliche oder Teenager auf der Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft - im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Mädchen und junge Frauen.

So bauen sich Geschichten auf rund um eine ungewöhnliche Mädchenfreundschaft in einer Voltigiergruppe (She Monkeys), ein Roadmovie lässt uns teilhaben an einem Mädchen, das sich mit "phantasievollen Lügen durchs Leben schlägt" (Avé) und in Corpo Celeste kommt die junge Marta überhaupt nicht zurecht mit ihrem neuen Umfeld in einer süditalienischen Kleinstadt - wo sie ihre Kommunion erfahren soll, jedoch ihren ganz eigenen Umgang mit der ihr "eigenartig erscheinenden Religion" findet.

Von der Angst vom sozialen Abstieg ...

Die etwas älteren ProtagonistInnen der anderen Wettbewerbsfilme haben ebenfalls Probleme, mit dieser Gesellschaft klar zu kommen, ihren Platz darin zu finden - oder zu behalten. In den gegenwärtigen massiven Wirtschafts- und Gesellschaftsumbrüchen sehen sie sich dazu gezwungen, ihr Leben, ihre (bedrohte) Berufslaufbahn zu hinterfragen, ohne dabei ihre Würde zu verlieren (zB. Louise Wimmer). Nicht leichter haben es dabei "Außenseiter" an der georgischen Schwarzmeerküste (Salt White) oder BewohnerInnen eines polnischen Dorfes, das mit dem Abzug eines Schrotthändlers zu verrohen beginnt und die "niedrigsten Instinkte" der Ortsbevölkerung weckt (It looks pretty from a Distance).

Weekend

Ganz ohne Außenseiter-Rollen kommt der britische Filme Weekend aus, der sich auf sensible Weise mit Russel und Glen beschäftigt, die einander in einem Schwulenclub kennenlernen - doch ein Zweijähriger USA-Aufenthalt kommt einer vielversprechenden Beziehung in die Quere...

Der Seelenzustand Norwegens

Der Norweger Anders ist drogensüchtig. Er darf sein Drogenentzugsprogramm für einen Tag verlassen, um in Oslo einen Job zu suchen. Dort trifft er langjährige Freunde - der Film wird zu einer Reise in Anders' stürmische Vergangenheit ... "Die psychologisch präzise Studie des Protagonisten am Wendepunkt seines Lebens spiegelt auch den Seelenzustand einer Generation von Mittdreißigern in Norwegen wieder". Dass auch der Attentäter von Utøya "Anders" heißt und 33 Jahre alt ist, ist sicherlich Zufall. Eine Auseinandersetzung mit dem "Seelenzustand" der NorwegerInnen drängt sich im Wettbewerbsfilm Oslo, 31. August, aber geradezu auf.

Nicht im Wettbewerb vertreten ist Andrea Arnolds Wuthering Heights, einer der vier Eröffnungsfilme dieses Jahres, da es bereits der dritte Film der britischen Regisseurin ist. Mit Red Road, ihrem Langspielfilm-Debüt, war sie bereits 2007 am Crossing Europe vertreten - und sorgte für viel Aufsehen, da es um die Missbrauchsanfälligkeit von CCTV, also der (nahezu) lückenlosen Überwachung des öffentlichen Raums durch Kameras geht, wie es auf der britischen Insel weit verbreitet ist. Mit Wuthering Heights nimmt sie sich einem bereits vielfach verfilmten Roman aus dem 19. Jahrhundert von Emily Brontë an, um die sich entspinnende besondere Bindung eines Waisenjungen an die junge Aristokratentochter Catherine mit besonderem Augenmerk auf Landschaft, Geräusche und Stimmungen neu zu verfilmen. Bereits am Dienstag um 17:45 und 20:30 im City Kino, Saal 1, zu sehen!

Donnerstag, 19. April 2012

Auswahl Vorberichte

Crossing Europe: Für Liebhaber des Unkonventionellen(…) Das Filmfestival Crossing Europe ist einer der explosiv-kreativen Umschlagplätze innovativer Filmemacher aus dem In- und Ausland. (…)
OÖNachrichten 13.04.2012

Filmfestival Crossing Europe 146 Filme aus 43 Ländern - das erwartet Filmfreunde beim Crossing Europe Filmfestival in Linz, das in wenigen Tagen startet. Fast ein Drittel der gezeigten Werke stammt von oberösterreichischen Künstlern. So manche Uraufführung ist auch dabei.
ORF OÖ Beitrag (02:08)


Filmfestival Crossing Europe mit 22 Uraufführungen(…) Vergeben werden neben dem Publikumspreis auch vier Preise von Jurys: der Hauptpreis für "Europäisches Kino", der New-Vision-Award des neuen Hauptsponsors Silhouette in der Sparte "Panorama Fiction" und zwei bei den "Local Artists" - insgesamt mit einem Wert von 22.000 Euro. Dazu kommen zwei von Kritikern vergebene "Fedeora Awards for European Documentaries" in der Sparte "Panorama Documentary". (…)
Der Standard 12.04.2012

Crossing Europe: 146 Filme, Animation und neuer Spielort(…) Mit der Literaturverfilmung "Wuthering Heights", der Doku "Six Million And One" und dem Endzeit-Thriller "Hell" eröffnet das Filmfest am 24. April.
Die Presse 12.04.2012

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Crossing Europe Filmfestival Linz // 24. - 29. April 2012

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