Interview Attwenger
Auszug aus einem Interview mit Markus Binder (Attwenger), das in der kommenden Ausgabe von SILVER – dem Magazin des Wiener Internetserviceproviders Silverserver
http://www.sil.at/aktuelles/magazin – erscheint:
Andreas Kump: Jetzt hat beim Crossing Europe-Festival in Linz bereits euer zweiter Film Premiere. Der erste, auch so benannte „attwengerfilm“ von Wolfgang Murnberger und Florian Flicker erschien bereits 1995. Was gibt es nun im neuen „Attwenger Adventure“ von Markus Kaiser-Mühlecker zu sehen?
Markus Binder: Das ist eine Begleitung des Duos Attwenger im Jahr 2006. Markus Kaiser-Mühlecker hat bei uns angerufen, weil er ein Konzert filmen wollte. Ich habe ihn gefragt, wie es wäre, wenn er öfter mitfährt? Filmen, auch was rundherum passiert. Sagt er: „Okay, hätte ich sowieso vorgehabt.“ Dann ist er immer wieder aufgetaucht, das ganze Jahr über. In Bern, München, Ebensee, Innsbruck. Aber nicht so, dass er sich dir in den Weg gestellt hätte, sondern als sehr aufmerksamer Beobachter. Was man im Film merkt. Er hat Schnitte, die nur jemand so machen kann, der das Material gut kennt. Er hat ja sicher 100 Stunden gefilmt und sehr assoziativ geschnitten. Meines Erachtens ist der rote Faden des Films die Schnittweise. Etwa, ich stehe auf der Bühne und sage: „Ma, jetzt ist mir das Staberl hinuntergefallen“, und dann siehst du den Hans, wie er sich einen Tschick in den Mund stecken will, und der fällt ihm auf den Boden.
Andreas Kump: Ein filmisches Tourtagebuch, sozusagen.
Markus Binder: Nicht nur. Es wurden noch die verschiedensten Leute zu Attwenger befragt. Der Austrofred, Josef Hader, Stermann und Grissemann, Hans Söllner, Jochen Distelmeyer von Blumfeld und Jörg Sundermeier vom Verbrecher Verlag in Berlin. Der sagt eine sehr interessante Sache, die jetzt zum Thema Identität nicht unpassend ist: „Wenn die zwei kapieren würden, was sie machen, dann würden sie es nicht machen können.“ Gefällt mir gut.
Mit freundlicher Genehmigung der Silver-Redaktion.
http://www.sil.at/aktuelles/magazin – erscheint:
Andreas Kump: Jetzt hat beim Crossing Europe-Festival in Linz bereits euer zweiter Film Premiere. Der erste, auch so benannte „attwengerfilm“ von Wolfgang Murnberger und Florian Flicker erschien bereits 1995. Was gibt es nun im neuen „Attwenger Adventure“ von Markus Kaiser-Mühlecker zu sehen?
Markus Binder: Das ist eine Begleitung des Duos Attwenger im Jahr 2006. Markus Kaiser-Mühlecker hat bei uns angerufen, weil er ein Konzert filmen wollte. Ich habe ihn gefragt, wie es wäre, wenn er öfter mitfährt? Filmen, auch was rundherum passiert. Sagt er: „Okay, hätte ich sowieso vorgehabt.“ Dann ist er immer wieder aufgetaucht, das ganze Jahr über. In Bern, München, Ebensee, Innsbruck. Aber nicht so, dass er sich dir in den Weg gestellt hätte, sondern als sehr aufmerksamer Beobachter. Was man im Film merkt. Er hat Schnitte, die nur jemand so machen kann, der das Material gut kennt. Er hat ja sicher 100 Stunden gefilmt und sehr assoziativ geschnitten. Meines Erachtens ist der rote Faden des Films die Schnittweise. Etwa, ich stehe auf der Bühne und sage: „Ma, jetzt ist mir das Staberl hinuntergefallen“, und dann siehst du den Hans, wie er sich einen Tschick in den Mund stecken will, und der fällt ihm auf den Boden.
Andreas Kump: Ein filmisches Tourtagebuch, sozusagen.
Markus Binder: Nicht nur. Es wurden noch die verschiedensten Leute zu Attwenger befragt. Der Austrofred, Josef Hader, Stermann und Grissemann, Hans Söllner, Jochen Distelmeyer von Blumfeld und Jörg Sundermeier vom Verbrecher Verlag in Berlin. Der sagt eine sehr interessante Sache, die jetzt zum Thema Identität nicht unpassend ist: „Wenn die zwei kapieren würden, was sie machen, dann würden sie es nicht machen können.“ Gefällt mir gut.
Mit freundlicher Genehmigung der Silver-Redaktion.
Sedmak - 8. Mrz, 10:45


