Wir LAWOG-Mechanics jetten wo wir nie gewesen sind
Heute möcht ich mal einen Blick auf die Local Artists werfen... auf deren Programmveröffentlichung hab ich schon am sehnlichsten gewartet. Schließlich ist es meiner Meinung nach besonders interessant, was eigentlich in Linz und Umgebung so filmisches los ist. Denn seit in Österreich Filme gemacht werden ist Wien die Produktionsstätte für defacto jeden österreichischen Kinofilm. Doch im Zeitalter der Digitalisierung, wo ein Film nicht mehr zwangsläufig ein Filmstudio benötigt und vor allem Kurz- und Animationsfilme häufig ausschließlich am Computer erstellt werden, bzw. in Zeiten boomenden Dokumentarfilmschaffens, tut sich in vielen Gegenden Österreichs mehr als man selbst als fleißiger Kinogeher auch nur erahnen könnte.
Die Local Artists-Schiene des Crossing Europes erlaubt es uns nun schon seit fünf Jahren eben genau dieses ansonsten eher verborgene Tun und Schaffen in - nicht nur, aber vor allem - Oberösterreichs Arbeitszimmern und Technikstudios sehen zu können. Ein besonderer Anreiz für alle Hobbyfilmemacher oder angehende Filmprofis Oberösterreichs ist hierbei, dass für den mit 6.000 Euro dotierten Local Artist Award nur jene Filme (ungeachtet ihrer Länge - ob 3 oder 90 Minuten spielt keine Rolle) berücksichtigt werden, die noch nicht im Kino zu sehen waren oder ein Kinostart vorgesehen ist und die auch nicht fürs Fernsehen hergestellt wurden. So kam es dass die bisherigen Preisträger ein dreiminütiges Musikvideo (Jet, Michaela Schwentner, 2004), ein Experimentalkurzfilm (Mirror Mechanics, Siegfried A. Fruhauf, 2005), ein halbstündiger Dokumentarfilm über die das Land überziehenden LAWOG-Wohnblöcke (Wir LAWOG-Frauen haben's schön, Gisela Hesser und Gregor Stadlober, 2006) sowie Libertads Hackl 45-minütiger Episodenfilm Bleiben will ich wo ich nie gewesen bin (2007) sind.
Das diesjährige Programm beinhaltet als Specials eine Werkschau der Arbeiten des Linzer Experimental- und Avantgardefilmkünstlers Dietmar Brehm sowie die Masterclass, die sechs Arbeiten von sechs Linzer Kunstuni-Dozenten präsentiert - darunter Mara Mattuschka, die seit den 1980ern zu den erfolgreichsten österreichischen Experimentalfilmerinnen zählt und erst vor zwei Wochen an der Diagonale für Running Sushi ihre letzte Auszeichnung in der Kategorie Innovatives Kino erhielt. Dieser Film ist dann auch ihr Masterclass-Beitrag in Linz.
Den Hauptteil des Programms machen jedoch 10 zwischen 20 und 67 Minuten lange Dokumentar- und Spielfilme sowie 27 Kurz-, Experimental-, Animations- und Musikkurzfilme (Musikvideos) aus. Alle 37 Produktionen sind dieses Jahr erstmals thematisch sortiert auf 7 Local Artists-Programme aufgeteilt (und nicht, wie in den Jahren zuvor, nur die Kurzfilme auf 2 oder 3 Programme). Darunter findet sich z.B. ein eigenes Programm für Dokumentarfilme über Hausbesetzerszenen (Programm 3 - Squatter Docs, 103 min). Die darin enthaltenen vier Filme bieten tiefe Einblicke in die niederländischen Hausbesetzerszenen von Amsterdam (Table Bed Chair, 31 min) und Rotterdam (Lost Spaces, 54 min) sowie eine 2-minütige, anonyme Kunstaktion auf der Baustelle des Ars Electronica Centers (Make Some Noise) und mit Hotel 09 eine 16-minütige Dokumentation, die im Rahmen des Projekts Capture Your City entstanden ist, und die uns zeigt wie ein Hotel dafür sorgen kann, dass weniger Leute als zuvor ein Dach über dem Kopf haben.

Soweit das Local Artists Programm 3. Was uns in den 34 übrigen Film(ch)en erwarten wird, werd ich wohl ein anderes mal beleuchten müssen ;-)
Die Local Artists-Schiene des Crossing Europes erlaubt es uns nun schon seit fünf Jahren eben genau dieses ansonsten eher verborgene Tun und Schaffen in - nicht nur, aber vor allem - Oberösterreichs Arbeitszimmern und Technikstudios sehen zu können. Ein besonderer Anreiz für alle Hobbyfilmemacher oder angehende Filmprofis Oberösterreichs ist hierbei, dass für den mit 6.000 Euro dotierten Local Artist Award nur jene Filme (ungeachtet ihrer Länge - ob 3 oder 90 Minuten spielt keine Rolle) berücksichtigt werden, die noch nicht im Kino zu sehen waren oder ein Kinostart vorgesehen ist und die auch nicht fürs Fernsehen hergestellt wurden. So kam es dass die bisherigen Preisträger ein dreiminütiges Musikvideo (Jet, Michaela Schwentner, 2004), ein Experimentalkurzfilm (Mirror Mechanics, Siegfried A. Fruhauf, 2005), ein halbstündiger Dokumentarfilm über die das Land überziehenden LAWOG-Wohnblöcke (Wir LAWOG-Frauen haben's schön, Gisela Hesser und Gregor Stadlober, 2006) sowie Libertads Hackl 45-minütiger Episodenfilm Bleiben will ich wo ich nie gewesen bin (2007) sind.Das diesjährige Programm beinhaltet als Specials eine Werkschau der Arbeiten des Linzer Experimental- und Avantgardefilmkünstlers Dietmar Brehm sowie die Masterclass, die sechs Arbeiten von sechs Linzer Kunstuni-Dozenten präsentiert - darunter Mara Mattuschka, die seit den 1980ern zu den erfolgreichsten österreichischen Experimentalfilmerinnen zählt und erst vor zwei Wochen an der Diagonale für Running Sushi ihre letzte Auszeichnung in der Kategorie Innovatives Kino erhielt. Dieser Film ist dann auch ihr Masterclass-Beitrag in Linz.
Den Hauptteil des Programms machen jedoch 10 zwischen 20 und 67 Minuten lange Dokumentar- und Spielfilme sowie 27 Kurz-, Experimental-, Animations- und Musikkurzfilme (Musikvideos) aus. Alle 37 Produktionen sind dieses Jahr erstmals thematisch sortiert auf 7 Local Artists-Programme aufgeteilt (und nicht, wie in den Jahren zuvor, nur die Kurzfilme auf 2 oder 3 Programme). Darunter findet sich z.B. ein eigenes Programm für Dokumentarfilme über Hausbesetzerszenen (Programm 3 - Squatter Docs, 103 min). Die darin enthaltenen vier Filme bieten tiefe Einblicke in die niederländischen Hausbesetzerszenen von Amsterdam (Table Bed Chair, 31 min) und Rotterdam (Lost Spaces, 54 min) sowie eine 2-minütige, anonyme Kunstaktion auf der Baustelle des Ars Electronica Centers (Make Some Noise) und mit Hotel 09 eine 16-minütige Dokumentation, die im Rahmen des Projekts Capture Your City entstanden ist, und die uns zeigt wie ein Hotel dafür sorgen kann, dass weniger Leute als zuvor ein Dach über dem Kopf haben.

Soweit das Local Artists Programm 3. Was uns in den 34 übrigen Film(ch)en erwarten wird, werd ich wohl ein anderes mal beleuchten müssen ;-)
Otto Normalcrosser - 12. Apr, 17:43


