very cute
Was haben die Simpsons, Japan und Crossing Europe miteinander zu tun? Eigentlich nicht viel ;-) Allerdings gibt es da einen Kurzfilm, der bei Simpsons-Fans wie mir unweigerlich Erinnerungen an so manche Simpsons-Episode wachruft. Im cutecutecute genannten 2-Minuten-Werk des Linzer Kunstuni-Studenten Clemens Kogler geht es nämlich um jene gezeichneten Figuren, die einem in Japan bei jeder alltäglichen Gelegenheit als Freund und Helfer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Diese erklären einem freundlich wie man etwa am Fahrscheinautomaten eine Fahrkarte löst, weisen höflich aber bestimmt darauf hin, dass Mülltrennen angesagt ist, oder erklären Kindern wie man bis 10 zählt. ...genau wie in jener Simpsons-Folge, wo sich die Familie in Japan ihre Rückflugtickets mit Billigstarbeiten in einem Fischereihafen verdienen muss und als Einschulung ein Video zu sehen bekommt, in dem der Fisch voller Freude und Begeisterung vorführt, wie man seine Gedärme am besten entnimmt ;-)
Clemens Kogler setzt dieses Prinzip im "CUTECUTECUTE learning song" so fort, dass die niedlichen Figuren dem Zuseher gleich ihre ganze Lebenslüge (oder -wahrheit) offenbaren. So ist etwa der Computer der Kriminelle, und daher auch sehr traurig, weil er MP3s runtergeladen hat, und der Turnschuh scheint depressiv zu sein, da sein Leben nur durch Kinderarbeit möglich geworden ist.
Der Film ist hierbei trotz seiner kurzen Spieldauer in seiner "cute" verpackten Gesellschaftskritik äußerst direkt und präzise und überrumpelt den nicht damit rechnenden Zuseher womöglich beim ersten ansehen, da dieser von der Unschuldigkeit der Figuren und Musik regelrecht geblendet wird. Um jede einzelne Aussage (japanisch mit Untertitel) im Zusammenhang mit dem Bild zu verstehen müsste zu den 1:50 Minuten Spielzeit wohl noch mal so viel Zeit zum reflektieren angehängt werden (zumal man nicht jede Szene so wie hier beliebig lang betrachten kann), oder der Film am besten noch ein zweites Mal abgespielt werden ;-) Also auch nicht die zweite Vorstellung des Local Artist-Programms 2 (Music / Animation / Shorts) verpassen, in dem cutecutecute läuft, oder auf die Webseite Clemens Koglers schauen.
Clemens Kogler setzt dieses Prinzip im "CUTECUTECUTE learning song" so fort, dass die niedlichen Figuren dem Zuseher gleich ihre ganze Lebenslüge (oder -wahrheit) offenbaren. So ist etwa der Computer der Kriminelle, und daher auch sehr traurig, weil er MP3s runtergeladen hat, und der Turnschuh scheint depressiv zu sein, da sein Leben nur durch Kinderarbeit möglich geworden ist.
Der Film ist hierbei trotz seiner kurzen Spieldauer in seiner "cute" verpackten Gesellschaftskritik äußerst direkt und präzise und überrumpelt den nicht damit rechnenden Zuseher womöglich beim ersten ansehen, da dieser von der Unschuldigkeit der Figuren und Musik regelrecht geblendet wird. Um jede einzelne Aussage (japanisch mit Untertitel) im Zusammenhang mit dem Bild zu verstehen müsste zu den 1:50 Minuten Spielzeit wohl noch mal so viel Zeit zum reflektieren angehängt werden (zumal man nicht jede Szene so wie hier beliebig lang betrachten kann), oder der Film am besten noch ein zweites Mal abgespielt werden ;-) Also auch nicht die zweite Vorstellung des Local Artist-Programms 2 (Music / Animation / Shorts) verpassen, in dem cutecutecute läuft, oder auf die Webseite Clemens Koglers schauen.Otto Normalcrosser - 17. Apr, 00:16


