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Freitag, 10. April 2009

'Spitze' selections from shower-spattered Scarborough

Good Friday is (still) a national holiday here in the UK, so of course it is raining, grey, cool - especially at seaside resorts such as Scarborough, where I am writing this entry (with its faded grandeur and fancy hotels, it's kind of a British equivalent of Opatija, if you're familiar with the coastal towns of Croatia.)

As well as being a major Christian festival, Good Friday this year also happens to be the day on which the Crossing Europe programme is made public. So, without further ado, I offer a handful of suggestions and selections as you pick you way through the dauntingly smorgasbord-like array of film-treats on offer.

SOMERS TOWN by Shane Meadows (UK)
This is [...] one of those increasingly rare films which knows its limitations and works successfully within them, delivering a comic but occasionally poignant - and subtly topical - glimpse into ordinary lives that gradually builds surprising emotional impact and resonance.

ACCESS ROAD by Nathalie Mansoux (Portugal)
... examines a story unfolding near one European capital that has parallels with increasingly large numbers of locations worldwide. A dark-horse winner of the Best Portuguese Film category at the recent IndieLisboa film festival, this is a genuinely independent (self-funded) production that warrants further exposure on the festival circuit.

BRONSON by Nicolas Winding Refn (UK)
Shaven-headed, extravagantly moustachioed and near-unrecognisably bulked-up, [Tom Hardy] delivers work here that even Daniel Day-Lewis might perhaps consider 'a bit much.' But it's entirely of a piece with the excess-all-areas tone of the entire movie, an episodic compendium of sequences that range from the realistic to the vaudevillian-phantasmagorical, and which by bravado and invention transcends what looks to have been a rather limited budget.

SUSPIRIA by Dario Argento (Italy) [showing in an unmissable triple-bill with its sequels Inferno and The Third Mother]
There’s no denying [Argento's] career has been, to say the least, erratic. But when he manages to make it all come together, as here, it’s hard to think of another director, of any era, in any country, who has used cinema with anything like as much invention, wit, and sheer technical skill. 10/10.

Meanwhile, I have just discovered that Scarborough - I'm here not to sample the sea breezes or the legendary fish & chip eateries, but to belatedly catch Revolutionary Road on the big screen - has already made at least one significant contribution to cinema history. I refer to Pilar Miro's Spanish/Dutch co-production Beltenebros from 1991.

According to the unimpeachable IMDb, this triple-Goya-winning, "crime drama" - also known as Prince of Shadows and starring the intriguing duo of Terence Stamp and Patsy Kensit - was shot in four glamorous locations: Warsaw, Krakow, Madrid and ... Scarborough, North Yorkshire, England!

Rather surprisingly, the movie competed for the Golden Bear at the Berlinale, Senor Miro being awarded the 'Outstanding Artistic Achievement' Silver Bear for what the judges rather vaguely cited as "the filmic quality." Jury-president Annie Girardot and her posse were evidently stunned by the way (according to one online blurb) "the tension builds to a thrilling, all-action climax in an old, abandoned cinema..." Sounds like a five-star must-have for CE's Night Sight 2010!

...Danke auch an das Krokodil

Der Startschuss für die heiße Phase der PR-Kampagne ist gefallen: Mit zwei Pressekonferenzen binnen 6 Stunden (zuerst in Linz, dann in Wien) wurden gestern interessierte Medien eingeladen, sich über das diesjährige Crossing Europe informieren zu lassen, was bereits ab heute erste Früchte in der österreichischen Tagespresse tragen sollte.

by Nick Wolfinger

Die Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN), die dieses Jahr (unter den Printmedien) auch endlich als "Hauptmedienpartner", zusätzlich zum Standard, auf das Festival aufgesprungen ist, haben bereits vor einer Woche ihre Leser auf das nahende Festival in Form eines Interviews mit Christine Dollhofer vorbereitet. Gestern, am Tag der Pressekonferenz, startete dann ihre Berichterstattungsoffensive mit zwei Berichten über das Festival. Der Standard lieferte heute, nach der Pressekonferenz, lediglich einen kleinen Artikel über das Festival - aber wenn ich mich nicht täusche, haben die OÖN ja die Rolle des Standard als Hauptmedienpartner übernommen, so hab ich das zumindest mal irgendwo gelesen. Unter den Sponsoren werden jedenfalls beide Zeitungen als Hauptmedienpartner erwähnt.

Nun aber Mal zum inhaltlichen. Wie bereits die letzten Jahre stets betont wurde, droht dem Festival 2010, wenn keine Linz 09-Gelder mehr fließen (nach drei Jahren Unterstützung!), etwas der Saft auszugehen. Sofern nicht die Politik - gefordert sind Stadt, Land und Bund - sich aufrafft, um die - in den Maßstäben der jeweiligen Budgets gemessen - lächerlichen paar Zehntausend Euro zusätzlich zuzuschießen. Die Politiker scheinen zwar positiv gestimmt, aber das alleine reicht bekanntlich nicht, um ein zukünftiges Festivalbudget zu planen. Immerhin ist der Umgang der österreichischen Politik mit den Filmschaffenden des Landes nach wie vor eher zurückhaltend, verglichen mit anderen Ländern und gemessen an den internationalen Erfolgen des heimischen Films in den letzten Jahren. Diese Unterschätzung der Filmbranche, auch in wirtschaftlicher Hinsicht, ist natürlich nicht auf die Filmproduktion allein beschränkt. Auch Festivals brauchen Geld, und bekommen dies, verglichen mit den zahlreichen von Bund und Ländern hoch dotierten Bühnenfestivals, nur mühsam und knapp bemessen.

Auch die Schwierigkeit, als junges, eher kleineres Festival, gute Filme zu bekommen, wurde angesprochen. Mögen einer breiteren Öffentlichkeit viele der Regisseure, deren Filme jährlich in Linz gezeigt werden, noch so unbekannt sein: Der Weltvertrieb muss sich genau überlegen, an welches der zahlreichen Festivals in Europa, Nordamerika oder sonst wo er seine Filme verleiht - oft existieren nur eine Hand voll oder überhaupt nur eine Kopie eines Films, die dann wiederum ständig um die Welt geschickt wird. Ein Aufwand, auch finanziell, der sich durch das Renommee, die Aussicht auf eine gut dotierte Auszeichnung, viele Besucher, insbesonders Akkreditierte (mit Blick auf die darunter befindlichen Journalisten, Filmverleiher usw.), rentieren soll. Umso erstaunlicher, dass jedes Jahr wieder so viele, häufig bereits international ausgezeichnete, Filme am Crossing Europe nicht nur gezeigt werden können, sondern hier auch ihre Österreich-Premiere erleben und von Regisseuren und Schauspielern begleitet werden. Die freundliche, familiäre Atmosphäre, die diese hier beim Festivalteam und in Linz erleben, tut dann das seine, dass diese Leute auch nächstes Jahr gerne wieder ihre Filme in Linz zeigen wollen.

Die Danksagungen Christine Dollhofers galten daher (neben den zahlreichen Sponsern und Förderern) dem Team, das sich jährlich um den reibungslosen Ablauf des großartig programmierten Festivals bemühen, allen weiteren Helfern, die während des Festivals mitarbeiten, dem O.K Zentrum, wo das Moviemento beherbergt ist, Wolfgang Steininger, dem "Vater" des Festivals und Betreiber von Moviemento und City Kino, der Solaris-Bar, wo (neben dem Mediendeck) ebenfalls für eine quasi inoffizielle Nightline gesorgt ist, und schließlich auch dem Krokodil... dem gelben nämlich, das im Untergeschoß des O.K dafür sorgt, dass Ganztagesfilmschauer 1.) zum Essen nicht das Gebäude verlassen müssen und 2.) vor kulinarischen und gesundheitlichen Sünden wie McDonalds & Co, die vor den Toren der Kinos lauern, bewahrt werden.

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Crossing Europe Filmfestival Linz // 20. - 26. April 2009

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