Samstag, 25. April 2009

Doku-Day

Sich an einem strahlenden Frühlingstag ins Kino zu setzen hat schon was. Erste Kameraeinstellung: Meer, Kameraschwenk: Ufer, Männerchor im Schneesturm. Das wird dann schon etwas obskur. HEFTIG OG BEGEISTRET ist ein sensibles Portrait von Menschen in der obersten Ecke Norwegens, die trotz rauer Wetterverhältnisse ihr langes Leben mit Humor und Gelassenheit scheinbar verlängern.
Mit meiner halben Wohnung in der Tasche bin ich danach auf die extrem engen Wohnverhältnisse anderer neugierig geworden und habe mit PERESTROIKA – UMBAU EINER WOHNUNG einen sehr guten Einblick in den überteuerten und raren Wohnungsmarkt in Sankt Petersburg bekommen können. Die zum Teil schwierig nachvollziehbaren Verstrickungen der BewohnerInnen und deren Wohnungsaufteilung und -verkauf, wurden von der Regisseurin wunderbar gelöst. Zu INTROSPECTIVE – grade eben in der Kapu gesehen – komm ich dann morgen. Werde noch schnell einen Platz in 35 RHUMS sichern und dann weiter zur Nightline. Rock on!

latest from the sports desk

Graz 2 : 0 Linz
West Bromwich Albion 3 : 0 Sunderland

... let's just concentrate on the films, shall we?

Hei!

Leicht verwundert musste ich feststellen, dass mir in diesem Blog unterstellt wurde, bei SUPERHEROS nicht in der KAPU gewesen zu sein - letzte Reihe, rechts, erster Platz am Gang. Lieber Otto, ich trage äusserst selten "Ich bins, Ihr Dan Rocker" T-Shirts!?!
LAUF von Barnabas Huber und PEACE KICKING MISSION KOSOVO von Peter Waldenberger stand bei mir gestern noch auf dem Programm. Dass Ameisen begabte Sportler sind, war mir bis gestern 16.01h noch unbekannt. Man lernt nie aus. PEACE KICKING MISSON war zwar vom filmerischen Aspekt her nicht besonders spannend, hier stand aber auch das Projekt an sich im Vordergrund. Für Interresierte: am 23.5. findet in Linz ein von SOS Menschenrechte organisiertes Integrationsfussballtunier am Magistratsplatz statt. Ziemlich daneben war an diesem Nachmittag leider der Moderator des anschliessenden Filmgesprächs, Publikumsfragen zu fordern und die Fragenden dann nicht dranzunehmen, weil man sich lieber selbst reden hört, lässt nicht gerade auf ein Übermaß an Feinfühligkeit schliessen. PASSE MONTAGNE bei der Nightline waren für meinen Geschmack nach dem 4 Festivaltag etwas zu anstrengend. Dafür gebührt den Herrn von LAMING HIPS eine Auszeichnung als Helden der Arbeit: Bis 5 Uhr morgens das Publikum zu verwöhnen und am nächsten Tag wieder Schnitzerl und Bier zu servieren ist eine sentaionelle Leistung. LA TERZA MADRE heute um 11h hab ich dann prompt verschlafen, weiter gings mit HEFTIG OG BEGEISTRET von Knut Erik Jensen. Ein Film über das Leben der Mitglieder eines Nordnorwegischen Männerchors. Wunderschöne Musik, Landschaftsaufnahmen und eine bewundernswerte Lebensfreude wurde hier transportiert. Meine Ängste überzubleiben wurden wieder kleiner, man kann auch erst mit 56 heiraten und mit 96 noch mehr als agil sein. Auf eine noch zu planende Reise zur Mitternachtssonne freut sich Ihr Dan Rocker

Wände wackeln

Wieder erwarten habe ich die Nacht ohne beschädigte Fenster oder klappernde Türen überstanden. An zitternde Betten konnte ich mich ja bereits am Montag zum Festivalauftakt gewöhnen, als um 8.33 Uhr die Erde bebte. Zur Untermalung dieses seltenen Schauspiels hätte eine musikalische Begleitung von „Goblin“ (!) ebenfalls perfekt gepasst. In SUSPIRIA wurde das Publikum von dröhnendem Klangteppich und intensiven Farbspektrum bestrahlt. Auffallend ist Dario Argentos Faible für skurrile Schauplätze und architektonische Geheim- und Irrewege. Gegruselt wird im Detail. INFERNO war für die späte Uhrzeit schon etwas langatmig. Nach einem kurzen Besuch am Mediendeck hatte ich dann vorerst genug vom Horrorgenre und war für LA TERZA MADRE nicht mehr aufnahmefähig. Blieb der Spannungspegel gestern Abend eher im unteren Bereich, wurde ich grad eben selbst Opfer eines riesigen Pelzflugviehs und musste laut kreischend mein Büro verlassen. Nach dieser Kreislauf-Spritze schaffe ich’s nun wieder mit meinem Programm fort zu fahren. Da hab’ ich heute eh noch sehr viel vor! Oder Weniger...

Peace Kicking Mission ... Styria?!

A crucial element of Linz's cultural life for more than a century, the city's football team LASK Linz (Linzer-Athletik-Sport-Klub, founded 7th August 1908) today travel to Styria where they kick off against SK Sturm Graz (1909!) at 6pm.

The match will take place at the UPC-Arena - which, as fans of movies and soccer will need no reminding, was formerly called the Arnold Schwarzenegger Arena. The renaming took place in 2005, during the controversy over the California governor's refusal to commute the death-penalty for San Quentin inmate Stanley "Tookie" Williams.

No such dramas for Linz's home-ground, which has been called simply the Linzer Stadion since its construction in 1952. It is nicknamed Auf der Gugl, or sometimes Gugl-Stadion, "Gugl" being the hill upon which the 21,328-capacity stadium stands.

Champions of the Austrian League in 1965 - the first non-Viennese team to achieve this feat - and also winners of the Austrian Cup in the same year, LASK aren't exactly enjoying a golden spell right now. In fact, as of this morning they languish at seventh in the ten-strong Austrian [T-Mobile] Bundesliga, their 31-point tally less than half that of runaway leaders FC [Red Bull] Salzburg.

Relegation is also unlikely, as LASK are 11 points clear of second-bottom SV Mattersburg, so today's expedition to Graz is - unlike, say, my own team Sunderland AFC's crucial relegation-scrap with West Bromwich Albion at 3.00 BST - essentially an affair of honour rather than practical import. Let's call it the "Clash of Culture-Capitals", Graz having been the (sole) Kulturhauptstadt Europas in 2003.

This year's big Crossing Europe footy-movie was, of course, Peter Waldenberger's documentary Peace Kicking Mission Kosovo, which had its last screening yesterday afternoon. The "working man's ballet" does feature - albeit relatively obliquely - in Shane Meadows' lovely Somers Town, which I introduced to a packed audience at the City-Kino on Thursday.

The feedback I've received from attendees has been overwhelmingly (and gratifyingly) positive, and there's another showing on Sunday at 4pm in the same cinema. This does clash with Ruben Ostlund's outstanding Involuntary, 16.00 at Moviemento, but then again film-festivals should provide audiences with such pleasantly tough dilemmas. "Embarrassment of riches," is the English phrase; or, as they might one day say on the Gugl, überreiche Auswahl.

crossblog

Crossing Europe Filmfestival Linz // 20. - 26. April 2009

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