Erste Eindrücke... Eröffungs- und Dienstag
Hallo liebe Leut'! Vor lauter Film schauen und Uni, die heute aufgrund eines Besuches von Oscar Bronner (Gespräch/Interview vor Uni-Publikum in Wien) auch unbedingt sein musste, komm ich erst jetzt wieder zum Blog schreiben (ein Blogbeitrag mit einer Zusammenfassung des Bronner-Interviews kommt ebenfalls in den nächsten Tagen, je nach verfügbarem Zeitpensum... das aufgrund des Festivals wohl eher gering sein wird).
Eröffnung
Zuerst Mal zur Eröffnung: Im Rahmen dieser verlieh Landeshauptmann Pühringer dem in Linz geborenen israelischen Filmregisseur und -produzenten Micha Shagrir die Landeskulturmedaille. Zur Erinnerung (siehe mein letzter Blogbeitrag): Shagrir hat 2004 mit Linz - Bischofstraße seinen ersten Oberösterreich-bezogenen Film, über seine Linzer Wurzeln, hergestellt. Nun folgte mit Upper Austrians Without Borders sein zweites Werk dieser Art (gemeinsam mit Alenka Maly, die er beim Dreh des Vorgänger-Films kennen lernte). Und, wie Shagrir vergangenen Abend im Rahmen der Weltpremiere bekannt gab, möchte er in den nächsten Jahren einen dritten Film über Oberösterreicher in der weiten Welt herstellen.

Verleihung der Landeskulturmedaille von Landeshauptmann Josef Pühringer an Micha Shagrir.
Das Wichtigste: Das Buffet!
Im Anschluss gab es ein gut bestücktes Buffet. "Gut bestückt" ist hier wirklich die treffendste Bezeichnung, waren die Einzelteile des "Buffets" doch mit Zahnstochern auf eine Art Pinnwand in Form einer symmetrisch gespiegelten Europakarte - jedes Land aus einem anderen Leckerli - gesteckt. Die Philosophie dahinter (welches Land aus welchem Leckerli gebaut ist), konnte ich nicht erkennen. Dass Deutschland aus Wurst besteht ist jedenfalls leicht nachvollziehbar (das Bier stand ja zum Glück flaschenweise auf den Tischen). Auch ein Mozzarella-Italien und eine Käse-Schweiz passt noch perfekt in unsere Klischee-Vorstellungen. Bei einem Kirschen-Österreich wirds jedoch schon eher kitschig als realistisch, und bei Slowenien scheint den Schöpfern der Spielraum für weitere passende Assoziationen ausgegangen zu sein - es besteht aus Karotten (die halt einfach naturgemäß nicht so der Buffet-Knüller sind und natürlich in einem kleinen Land präsentiert werden müssen).

(Mehr Fotos gibts übrigens in der offiziellen Galerie; hier jene von Montag, Seite 9, mit einer Gesamtansicht der "Pinnwand")
Weltpremiere: Upper Austrians Without Borders
Nach meinem Wien-"Ausflug" am Dienstag an die Uni gings bereits am Abend wieder zurück, um die Weltpremiere von Shagrirs neuem Film, eben Upper Austrians Without Borders, nicht zu verpassen. Das war allerdings gar nicht so leicht wie gedacht. Nachdem bereits am Montag die Vorstellung, die leider im kleinen Moviemento-Saal 2 angesetzt war (das rege Interesse, sicher gefördert durch die Preisverleihung an der Eröffnung, wurde ursprünglich wohl unterschätzt), komplett ausverkauft. Um die wenigen Restplätze rangelten sich dann am Dienstag kurz vor der Vorstellung etwa 20 Interessenten. Ich hatte zwar eine Akkreditierung, doch für meine Freundin wurde es knapp, noch einen Platz zu bekommen. Letztlich hatten wir Glück, und wir konnten die Vorstellung dieser informativ- und aufgrund der vorkommenden Personen auch unterhaltsamen Dokumentation genießen. Ebenfalls unter dem Premierenpublikum befanden sich unter anderen einige der im Film vorkommenden Personen, oder besser gesagt, deren Verwandte, sowie der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Linz, George Wozasek, sowie Vizebürgermeister/Kulturreferent Erich Watzl.
Nicht nur bei diesem sorgte ein Ausschnitt aus der Vorgänger-Doku (Bischofstraße), der im Film vorkam, für Schmunzeln: Denn Linz wurde hier als von einem sozialistischen Bürgermeister regiert vorgestellt - wo doch hierzulande, wie man wissen muss, strikt zwischen sozialistisch und sozialdemokratisch unterschieden wird - das sind zwei Paar Schuhe. Vielleicht hat das Manche auch an den Sager von Arnold Schwarzenegger erinnert, der als Gouverneur von Kalifornien gern von seiner "Flucht" aus dem "sozialistischen Österreich" erzählt - zu einer Zeit als die ÖVP allein regierte. Der Blick von Außen vermag nun Mal andere Charakterisierungen der österreichischen Parteienlandschaft hervorzubringen.
Am Ende der Vorstellung verteilte Shagrir noch kleine Präsente - darunter israelischer Wein - an seine Produktionspartner Roland Freinschlag und Alenka Maly.

Weltpremiere von Upper Austrians Without Borders: Regisseur Micha Shagrir mit Moderatorin
Den Abschluss des Crossing Europe-Tages lieferte letztlich DJ Ravissa aus Wien mit saftig-breakigen-knalligen-wummernden-rasenden-stotternden-minimal-maximalen-Techno-Electronic-Beats-und-Breaks-und-Synths-und-so. Sehr unterhaltsam :)
Eröffnung
Zuerst Mal zur Eröffnung: Im Rahmen dieser verlieh Landeshauptmann Pühringer dem in Linz geborenen israelischen Filmregisseur und -produzenten Micha Shagrir die Landeskulturmedaille. Zur Erinnerung (siehe mein letzter Blogbeitrag): Shagrir hat 2004 mit Linz - Bischofstraße seinen ersten Oberösterreich-bezogenen Film, über seine Linzer Wurzeln, hergestellt. Nun folgte mit Upper Austrians Without Borders sein zweites Werk dieser Art (gemeinsam mit Alenka Maly, die er beim Dreh des Vorgänger-Films kennen lernte). Und, wie Shagrir vergangenen Abend im Rahmen der Weltpremiere bekannt gab, möchte er in den nächsten Jahren einen dritten Film über Oberösterreicher in der weiten Welt herstellen.

Verleihung der Landeskulturmedaille von Landeshauptmann Josef Pühringer an Micha Shagrir.
Das Wichtigste: Das Buffet!
Im Anschluss gab es ein gut bestücktes Buffet. "Gut bestückt" ist hier wirklich die treffendste Bezeichnung, waren die Einzelteile des "Buffets" doch mit Zahnstochern auf eine Art Pinnwand in Form einer symmetrisch gespiegelten Europakarte - jedes Land aus einem anderen Leckerli - gesteckt. Die Philosophie dahinter (welches Land aus welchem Leckerli gebaut ist), konnte ich nicht erkennen. Dass Deutschland aus Wurst besteht ist jedenfalls leicht nachvollziehbar (das Bier stand ja zum Glück flaschenweise auf den Tischen). Auch ein Mozzarella-Italien und eine Käse-Schweiz passt noch perfekt in unsere Klischee-Vorstellungen. Bei einem Kirschen-Österreich wirds jedoch schon eher kitschig als realistisch, und bei Slowenien scheint den Schöpfern der Spielraum für weitere passende Assoziationen ausgegangen zu sein - es besteht aus Karotten (die halt einfach naturgemäß nicht so der Buffet-Knüller sind und natürlich in einem kleinen Land präsentiert werden müssen).

(Mehr Fotos gibts übrigens in der offiziellen Galerie; hier jene von Montag, Seite 9, mit einer Gesamtansicht der "Pinnwand")
Weltpremiere: Upper Austrians Without Borders
Nach meinem Wien-"Ausflug" am Dienstag an die Uni gings bereits am Abend wieder zurück, um die Weltpremiere von Shagrirs neuem Film, eben Upper Austrians Without Borders, nicht zu verpassen. Das war allerdings gar nicht so leicht wie gedacht. Nachdem bereits am Montag die Vorstellung, die leider im kleinen Moviemento-Saal 2 angesetzt war (das rege Interesse, sicher gefördert durch die Preisverleihung an der Eröffnung, wurde ursprünglich wohl unterschätzt), komplett ausverkauft. Um die wenigen Restplätze rangelten sich dann am Dienstag kurz vor der Vorstellung etwa 20 Interessenten. Ich hatte zwar eine Akkreditierung, doch für meine Freundin wurde es knapp, noch einen Platz zu bekommen. Letztlich hatten wir Glück, und wir konnten die Vorstellung dieser informativ- und aufgrund der vorkommenden Personen auch unterhaltsamen Dokumentation genießen. Ebenfalls unter dem Premierenpublikum befanden sich unter anderen einige der im Film vorkommenden Personen, oder besser gesagt, deren Verwandte, sowie der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Linz, George Wozasek, sowie Vizebürgermeister/Kulturreferent Erich Watzl.
Nicht nur bei diesem sorgte ein Ausschnitt aus der Vorgänger-Doku (Bischofstraße), der im Film vorkam, für Schmunzeln: Denn Linz wurde hier als von einem sozialistischen Bürgermeister regiert vorgestellt - wo doch hierzulande, wie man wissen muss, strikt zwischen sozialistisch und sozialdemokratisch unterschieden wird - das sind zwei Paar Schuhe. Vielleicht hat das Manche auch an den Sager von Arnold Schwarzenegger erinnert, der als Gouverneur von Kalifornien gern von seiner "Flucht" aus dem "sozialistischen Österreich" erzählt - zu einer Zeit als die ÖVP allein regierte. Der Blick von Außen vermag nun Mal andere Charakterisierungen der österreichischen Parteienlandschaft hervorzubringen.
Am Ende der Vorstellung verteilte Shagrir noch kleine Präsente - darunter israelischer Wein - an seine Produktionspartner Roland Freinschlag und Alenka Maly.

Weltpremiere von Upper Austrians Without Borders: Regisseur Micha Shagrir mit Moderatorin
Den Abschluss des Crossing Europe-Tages lieferte letztlich DJ Ravissa aus Wien mit saftig-breakigen-knalligen-wummernden-rasenden-stotternden-minimal-maximalen-Techno-Electronic-Beats-und-Breaks-und-Synths-und-so. Sehr unterhaltsam :)Otto Normalcrosser - 22. Apr, 01:26


