Schattenspiel
Zuerst nächtliches Vergnügen dann intensives Kinoerlebnis. Der durch die Live-Darbietung zur Eröffnung kurzzeitig eingenistete Augen- und Ohrenkrebs, hat sich dank genialster Bass-Arragements von BENGA und DJ RAVISSA wieder in seinen Sumpf verzogen. DATAROCK haben in Sachen Spaßfaktor noch eins draufgelegt. Dem auf den Plattentellern servierten Menü fehlte es gestern – im Vergleich zu den Abenden davor – leider an Würze. Da mir mein Festivalschatten laufend abhanden kommt, widme ich mich lieber grandiosem Gefühlskino ohne Kitschfaktor.
Kein Film schafft das besser als UNMADE BEDS, der vom hochgeschätzten Moderator (und Blogger-Kollege) Neil Young mit lachender Miene als der „coolste Film des Festivals“ bezeichnet wurde. Schön, dass des für den freien Fall mit Schmetterlingen im Bauch keine Altersgrenze gibt und das Leben manchmal erstaunlich gut als Musikclip funktioniert. Entscheidend sind die (vermeintlichen) Zufälle. UNMADE BEDS ist definitiv einer der wenigen Filme, die man sich gar nicht oft genug ansehen kann! Der Regisseur selbst („he looks like an unmade bed“, zit. N.Y.) tritt kurz als Kameramann in Erscheinung. Die Vorankündigung von DJ Die auf dem Plakat in der Abschlussszene hat mich dann ganz dezent und mit einem Schmunzeln auf den Lippen in meine weiteren Programmpunkte eingeführt: DØD SNØ und die Nightline. DØD SNØ punktet mit sympathischen SchauspielerInnen, unzähligen Bezugsquellen ohne Plattitüde, schöne Filmstils und ein Farbenspiel das an die Ösi- oder Schweizer Berge denken lässt. Der am nächsten Morgen verspürten Zug in meinen Eingeweiden war auf die Lachenattacken zurück zuführen. RÜCKENWIND hingegen war mehr ein zartes Lüftchen an einem schwülen Nachmittag.
Ein ähnlich langsamer Film, aber mit großem Sympathiewert und überraschend witzigen Dialogen ist PAZAR – BIR TICARET MASALI. Die SUPERHELDEN geben einen guten Ein- und Überblick, aber leider fehlt dabei der letzte konsequente Sprung ins Schwarze. Kontrastreich ging’s dann mit SOMERS TOWN (S/W&Farbe) weiter. Eine überaus intelligente und vielschichtige Story mit meinem wunderbaren Ende! Der jugendliche Hauptdarsteller aus „This is England“ hat auch hier wieder mit seiner schauspielerischen Leistung brilliert. Die Gelegenheit diesen Film und seinen englischen Bruder UNMADE BEDS noch zu sehen, sollte (Sa./So.) auf keinen Fall verabsäumt werden!
Nachdem mir grad persönlich junge Menschen aus ihrer eigenen Unsicherheit und Feigheit heraus einen unnötigen Stress machen, hab ich zu dessen Abbau durch Übertreibung den Massiv-Teenager-Psychoterror-Film EDEN LAKE angesehen. Titel mit „Lake“ haben bekanntermaßen diese Woche Schockgarantie mit einem Trauma als Bonus. Jetzt wird’s aber mal Zeit für eine Kehrwende! Kennt jemand Filme, in denen Menschen um die 30 oder 40 Jugendliche massakrieren? Dafür gibt’s mit Sicherheit eine große Fangemeinde!
Mehr - oder besser Weniger – ein andermal.
Kein Film schafft das besser als UNMADE BEDS, der vom hochgeschätzten Moderator (und Blogger-Kollege) Neil Young mit lachender Miene als der „coolste Film des Festivals“ bezeichnet wurde. Schön, dass des für den freien Fall mit Schmetterlingen im Bauch keine Altersgrenze gibt und das Leben manchmal erstaunlich gut als Musikclip funktioniert. Entscheidend sind die (vermeintlichen) Zufälle. UNMADE BEDS ist definitiv einer der wenigen Filme, die man sich gar nicht oft genug ansehen kann! Der Regisseur selbst („he looks like an unmade bed“, zit. N.Y.) tritt kurz als Kameramann in Erscheinung. Die Vorankündigung von DJ Die auf dem Plakat in der Abschlussszene hat mich dann ganz dezent und mit einem Schmunzeln auf den Lippen in meine weiteren Programmpunkte eingeführt: DØD SNØ und die Nightline. DØD SNØ punktet mit sympathischen SchauspielerInnen, unzähligen Bezugsquellen ohne Plattitüde, schöne Filmstils und ein Farbenspiel das an die Ösi- oder Schweizer Berge denken lässt. Der am nächsten Morgen verspürten Zug in meinen Eingeweiden war auf die Lachenattacken zurück zuführen. RÜCKENWIND hingegen war mehr ein zartes Lüftchen an einem schwülen Nachmittag.
Ein ähnlich langsamer Film, aber mit großem Sympathiewert und überraschend witzigen Dialogen ist PAZAR – BIR TICARET MASALI. Die SUPERHELDEN geben einen guten Ein- und Überblick, aber leider fehlt dabei der letzte konsequente Sprung ins Schwarze. Kontrastreich ging’s dann mit SOMERS TOWN (S/W&Farbe) weiter. Eine überaus intelligente und vielschichtige Story mit meinem wunderbaren Ende! Der jugendliche Hauptdarsteller aus „This is England“ hat auch hier wieder mit seiner schauspielerischen Leistung brilliert. Die Gelegenheit diesen Film und seinen englischen Bruder UNMADE BEDS noch zu sehen, sollte (Sa./So.) auf keinen Fall verabsäumt werden!
Nachdem mir grad persönlich junge Menschen aus ihrer eigenen Unsicherheit und Feigheit heraus einen unnötigen Stress machen, hab ich zu dessen Abbau durch Übertreibung den Massiv-Teenager-Psychoterror-Film EDEN LAKE angesehen. Titel mit „Lake“ haben bekanntermaßen diese Woche Schockgarantie mit einem Trauma als Bonus. Jetzt wird’s aber mal Zeit für eine Kehrwende! Kennt jemand Filme, in denen Menschen um die 30 oder 40 Jugendliche massakrieren? Dafür gibt’s mit Sicherheit eine große Fangemeinde!
Mehr - oder besser Weniger – ein andermal.
AnnaWeniger - 24. Apr, 17:48


